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Kölner Anti Spray AktionMillionenschäden durch Graffiti

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Die Mitarbeiter der KASA sind permanent im Einsatz, um Schmierereien zu entfernen.

Köln – Die Schmierereien findet man hundertfach in der Stadt: Auf Lkw, S-Bahnen oder Hauswänden prangt das Kürzel LTN, sogar in mehr als 20 Metern Höhe an einer Fassade in der Südstadt. Die drei Buchstaben, im Graffiti-Jargon Tag genannt, stehen für eine Gruppe, die in Köln schon länger ihr Unwesen treibt. LTN ist einer der Hauptgegner von KASA, der Kölner Anti Spray Aktion.

Umso größer war die Erleichterung beim Jahrestreffen der KASA-Partner (unter andrem Ordnungsamt, Abfallwirtschaftsbetriebe, KVB, Polizei und Haus- und Grundbesitzerverein), dass in der Nacht zu Donnerstag zwei 29-jährige Sprayer im Eigelsteinviertel festgenommen wurden, die der Gruppe zugeordnet werden.

Zahl der Anzeigen rückläufig

Einer der Männer war gegen 2.30 Uhr auf ein Gerüst geklettert, um ein Graffito an einer Hauswand fertigzustellen, der zweite stand Schmiere. Wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, sieht schnell, dass die Schmierereien immer noch ein großes Problem darstellen. Der Schaden geht in die Millionen, allein der Haus- und Grundbesitzerverein rechnet mit 40 Millionen Euro Bestandsschaden. Zwar ist laut Polizei die Zahl der Anzeigen seit 2009 rückläufig (2013: 1968), doch die KASA kann sich auch im 15. Jahr ihres Bestehens über einen Mangel an Arbeit nicht beklagen.

An 389 städtischen Gebäuden wurden im vergangenen Jahr Graffiti beseitigt, meistens Tags, selten politische Parolen oder Symbole. Besondere Priorität hatten Schulen, Spiel- und Bolzplätze. „Kindern und Jugendlichen soll ein sauberes Umfeld geboten werden, um ihnen ein Vorbild zu sein“, sagte Ordnungsamtschef Robert Kilp.

Trotz aller Bemühungen: Privatleute zeigen Schmierereien immer seltener an. „In der Regel werden die Verfahren von der Staatsanwaltschaft eingestellt, wenn die Sprayer nicht auf frischer Tat ertappt werden“, sagte Thomas Tewes vom Haus- und Grundbesitzerverein, „nach der dritten erfolglosen Anzeige haben sie als Hauseigentümer keine Lust mehr.“

14 Täter wurden 2013 ertappt und bestraft. Viele sind noch jugendlich, kommen oft mit Sozialstunden davon. Auch die Regressforderungen der Stadt wirken vermutlich nicht gerade abschreckend: Die verurteilten Täter aus dem letzten Jahr mussten 1500 Euro zahlen. Insgesamt.