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17 Tage Kunst und BegegnungBasilika St. Severin öffnet für die vierte „Severinale“ ihre Türen

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Die letzte Severinale fand im Jahr 2023 statt. (Archivbild)

Die letzte Severinale fand im Jahr 2023 statt. (Archivbild)

17 Tage lang wird die Basilika St. Severin zum vierten Mal zur Bühne für Kunst, Musik, Glauben und Begegnung – bei freiem Eintritt.

Bänke raus, Raum für Neues: Von Freitag, 11. September, bis Sonntag, 27. September wird die Basilika St. Severin wieder zur Bühne für ein ungewöhnlich vielfältiges Programm. Die vierte „Severinale“ bietet 17 Tage lang Kunst, Musik, Lesungen, Kabarett, Gottesdienste und Mitmachangebote.

„Die Idee ist, dass Menschen in die Kirche kommen und sie auf eine ganz neue und ungewohnte Weise erleben“, sagt Annette Blazek, Pastoralreferentin der Gemeinde. Unter dem Leitgedanken „Severinale für alle!“ sollen Schwellen abgebaut und Begegnungen auf Augenhöhe ermöglicht werden – unabhängig von Alter, Herkunft oder Nähe zur Kirche. Der Eintritt ist bei allen Veranstaltungen frei, eine Anmeldung nicht nötig. „Das heißt aber auch: Wenn eine Veranstaltung voll ist, dann ist sie voll“, so Blazek.

Kirchensanierung gab den Anstoß für die Severinale

Die Idee entstand vor neun Jahren während der aufwendigen Sanierung der Kirche. „Als die Bänke ausgeräumt waren, waren wir alle erstaunt, wie wunderbar der Kirchenraum auch leer wirkt, und dachten, dass wir ihn mehr nutzen wollen“, berichtet Blazek. Nach der ersten Severinale 2017 folgten 2019 und 2023 weitere Ausgaben.

Zum Auftakt am 11. September wird um 19 Uhr die Kunstausstellung eröffnet, die bis zum Ende der Severinale täglich von 10 bis 18 Uhr zu sehen ist. Gezeigt werden unter anderem großformatige Malerei, textile Arbeiten in der Krypta und ein internationales Fotoprojekt. Henriette Reker, Vorsitzende des Fördervereins Romanische Kirchen Köln, spricht zur Eröffnung, Gerd Schmidt spielt Orgel.

Zu den besonderen Musikterminen gehört am 13. September um 18 Uhr „Geläut“ mit Matthias Schriefl und seinem Ensemble. Klänge der Kirchenglocken treffen dabei auf Blasinstrumente, Alphörner, Cello, Beatbox und Gesang. Beim Mitsingkonzert „Singen verbindet“ am 15. September werden kölsche Klassiker, Evergreens und Pop-Hits gemeinsam gesungen.

Kabarett mit Wilfried Schmickler, Lesung mit Gerd Köster

Am 23. September kommt der Kabarettist Wilfried Schmickler mit scharfsinniger Gesellschaftskritik, Wortwitz und poetischen Versen. Einen Tag später liest der Kölner Schauspieler und Musiker Gerd Köster aus den Chroniken des Hermann Weinsberg.

Außerdem gibt es einen Abend ohne Handy mit Lichtinstallationen und meditativer Musik, eine historische Bierverkostung, einen Abend über das Familienhörbuch für schwer erkrankte Eltern sowie Film, Tanz, Orgelmusik und weitere Gottesdienste. Den Abschluss bildet am 27. September um 11 Uhr ein festlicher Gottesdienst, musikalisch gestaltet von „Cologne Brass“ und Gerd Schmidt an der Orgel.

Ein zwölfköpfiges Team bereitet die Severinale seit Januar 2025 vor. Das Festival ist ein kostenintensives Projekt. Mit der Spendenaktion „Hier mit Herz“ soll die Finanzierung unterstützt werden. Ziel sind 7900 Euro – passend zur Höhe des 79 Meter hohen Kirchturms. Jeder gespendete Euro steht symbolisch für einen Zentimeter Turmhöhe.


Weitere Infos und das vollständige Programm finden sich auf der Website der Gemeinde. www.st-severin-koeln.de/gemeinde/severinale