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Kölner TV-LegendeMöglicher Dirk-Bach-Platz – Bezirksbürgermeister kündigt Klage an

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Das Bild zeigt den mittlerweile verstorbenen Dirk Bach.

Das Bild zeigt den mittlerweile verstorbenen Dirk Bach.  

Soll der kleine Offenbachplatz nach Dirk Bach benannt werden? Der Rat sagt Nein, die Bezirksvertretung Ja. Es deutet sich ein Rechtsstreit an.

Der Rat der Stadt Köln hat eine Benennung des kleinen Offenbachplatzes nach Dirk Bach abgelehnt. Stattdessen soll die Verwaltung nach einem alternativen Standort für einen nach dem verstorbenen Moderator und Schauspieler benannten Platz suchen. Grüne, Linke, die Fraktion sowie die Einzelmandatsträger Thor Zimmermann, Ngoc-Anh Gabriel und Karina Syndicus scheiterten mit dem Vorhaben, das Anliegen zurück in die Bezirksvertretung Innenstadt zu verweisen.

Die Bezirksvertretungen sind üblicherweise für Platz- und Straßenbenennungen in ihrem Bezirk zuständig. Die BV hatte sich bereits für eine Benennung nach Dirk Bach am kleinen Offenbachplatz entschieden.

Die Verwaltung hatte die Benennung abgelehnt mit der Begründung, dass der Platz an den Bühnen von stadtweiter Bedeutung sei und damit in die Zuständigkeit des Rates falle. Zudem soll der kleine Offenbachplatz dem großen zugeschlagen werden, eine Benennung ist damit nicht mehr möglich. Dass der kleine Offenbachplatz nach Dirk Bach benannt werden soll, war auf eine Initiative der Kölner Aidshilfe und des Centrums für schwule Geschichte zurückgegangen.

In der Debatte brachten SPD und FDP erneut den Platz an der Zülpicher Straße vor dem Theater „Filmdose“ ins Spiel. Dazu muss der Platz allerdings erst erschlossen werden. Der Bezirksbürgermeister der Innenstadt, Andreas Hupke (Grüne), kündigte an, rechtliche Mittel einlegen zu wollen, um die Zuständigkeit der BV durchzusetzen. (awe)