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Mäuse und DreckSchwere Hygiene-Verstöße in China-Restaurant am Kölner Dom

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Eine Probe aus einer Lebensmittel-Kontrolle wird in einem Labor vorbereitet (Symbolfoto).

Eine Probe aus einer Lebensmittel-Kontrolle wird in einem Labor vorbereitet (Symbolfoto).

Die Verstöße waren so schwerwiegend, dass der Betrieb vorübergehend geschlossen wurde.

Bei einer Lebensmittel-Kontrolle in einem China-Restaurant am Kölner Dom sind erhebliche Hygiene-Verstöße festgestellt worden. Die Verstöße waren so schwerwiegend, dass die Kontrolleure der Stadt Köln eine ordnungsbehördliche Schließung des Betriebs anordneten. Bei einer Nachkontrolle waren die Mängel aber beseitigt und das Restaurant konnte wieder öffnen.

Die Einrichtung in der Straße Andreaskloster nahe des Kölner Doms und des Kölner Hauptbahnhofs sei in einem „hygienisch sehr schlechten Zustand“ gewesen, berichten die Lebensmittel-Kontrolleure. Es hätten sich nicht nur starke Verunreinigungen gefunden, in den Räumlichkeiten habe zudem ein Mäusebefall bestanden.

Lebensmittel-Kontrolle in Kölner China-Restaurant: „Tote Maus in einer Fettlache aufgefunden“

Die Überwachungsergebnisse zu der im Dezember 2025 durchgeführten Lebensmittel-Kontrolle in Köln wurden am Freitag (23. Januar) auf der Seite der Lebensmitteltransparenz des Landes Nordrhein-Westfalen veröffentlicht. Wie aus dem Bericht hervorgeht, wurde die Kontrolle während der üblichen Betriebs- und Geschäftszeiten durchgeführt. Dabei sei festgestellt worden, dass Lebensmittel in den durch Schadnagerkot verunreinigten Bereichen zubereitet und gelagert wurden.

„Die Küche sowie der dazugehörige Kühlraum waren so stark verunreinigt, dass eine Grundreinigung aller Geräte und Oberflächen erforderlich war“, so die zuständige Behörde der Stadt Köln. Es sei ein Mäusebefall festgestellt worden. „In der Küche wurde auf einer Klebefalle eine lebende Maus, unter dem Herdunterschrank eine tote Maus in einer Fettlache aufgefunden.“

Die in der Betriebsstätte hergestellten, verarbeiteten und in den Verkehr gebrachten Lebensmittel seien einer Kontaminationsgefahr ausgesetzt gewesen, so die Kontrolleure weiter. Ein geeignetes Verfahren zur Schädlingsbekämpfung habe gefehlt.

Kölner China-Restaurant nach Lebensmittel-Kontrolle geschlossen

Aufgrund der festgestellten Verstöße wurde am 5. Dezember die ordnungsbehördliche Schließung des Betriebes angeordnet. Bei der Nachkontrolle am 10. Dezember habe eine Schädlingsbekämpfung stattgefunden. Der Betrieb sei gereinigt und desinfiziert worden. Einer Wiedereröffnung habe nichts mehr im Wege gestanden.

Auf dem Portal „Lebensmitteltransparenz.nrw“ veröffentlichen die Prüfer des Landes NRW Verstöße gegen Hygienevorschriften in der Gastronomie, die so schwerwiegend sind, dass ihretwegen mindestens ein Bußgeld von 350 Euro zu erwarten ist. Nur weil ein Restaurant in der Liste auftaucht, bedeutet das aber nicht, dass Kunden ihre Gesundheit mit einem Besuch tatsächlich gefährdet haben. (jv)