Köln – Das Kölnische Stadtmuseum am Kolumbahof setzt mit seinem neuesten Projekt, der Pop-up-Bar „La Fête“, das Konzept fort, durch das auch und vor allem Menschen aus Köln angelockt werden sollen, die sonst oder bislang nicht zu regelmäßigen Museumsbesuchern gehören.
Auf der Rückseite des neuen Museumsstandorts an der Minoritenstraße soll mit der Bar-Ausstellung „Dä Dejool kütt! Adenauer und de Gaulle in Köln 1962“ von Freitag, 2. September, an bis Samstag, 5. November, in Kooperation mit der deutsch-französischen Gesellschaft Köln sowie dem Institut français Köln, für die Besucherinnen und Besucher „ein kurzweiliges deutsch-französisches Liveprogramm und entspannte Clubatmosphäre mit einem informativen und und spannenden Blick in die bewegte jüngere Stadtgeschichte Kölns“ kombiniert werden, kündigt Silvia Rückert, stellvertretende Direktorin des Kölnisches Stadtmuseums, am Donnerstag kurz vor der Eröffnungsveranstaltung in der Bar an.
De Gaulles Besuch in Köln jährt sich zum 60. Mal
Jeweils donnerstags bis einschließlich samstags hat „La Fête“ in diesem Zeitraum von 17 Uhr bis 22 Uhr geöffnet.
Am 5. September jährt sich der Besuch des damaligen französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulles in Köln zum 60. Mal. De Gaulle befand sich seinerzeit auf einer Deutschlandreise. „Es existieren leider keine Ton-Aufzeichnung der beeindruckenden Rede auf deutsch, die de Gaulle damals auf dem Rathausplatz vor rund 100.000 begeisterten Kölnerinnen und Kölnern hielt – und die bis heute als Meilenstein zur Aussöhnung der ehemaligen Kriegsgegner und zur Grundsteinlegung der Zusammenarbeit innerhalb Europas gilt“, erläutert Museums-Kurator Mario Kramp.
De Gaulles Stopp in Köln wurde zur Legende
Bislang unveröffentlichte historische Fotos lassen den legendären Stopp de Gaulles in Köln anhand großer Aufsteller sowie eingängig zusammengestellter Infotafeln - mit Texten sowohl in deutscher als auch französischer Sprache - zwischen Theke und Sitzplätzen innerhalb der Bar lebendig werden. „Bundeskanzler Konrad Adenauer ließ es sich damals nicht nehmen, den berühmten Gast persönlich durch „seine“ Stadt zu führen“, führt Kramp aus. De Gaulle habe zum Missfallen der französischen Security und obwohl er erst zwei Wochen zuvor mit seiner Ehefrau nur knapp einem Attentat entronnen war, „ein Bad in der Menge“ genommen.
Eindrucksvoll gestatten die Fotografien in der Bar-Ausstellung auch Einblicke hinter die offizielle Kulisse von damals, etwa mit Bildern vom Empfang im Gürzenich. Dort wartete eine gigantische Tischdekoration mit einem nachgebauten „Arc de Triomphe“ und einem riesigen Eifelturm aus Marzipan und Schokolade auf den Präsidenten.
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Die Gäste der Pop-up-Bar im rückwärtigen Hofbereich des neuen Museums können sich an jedem Öffnungstag auf ein anderes Live-Event freuen. „Von Konzerten, über DJ-Sets, Chanson-Abende und französischen Pop bis hin zu Lesungen bieten wir eine kurzweilige Mischung aus deutsch-französischem Liveprogramm und entspannter Clubatmosphäre“, kündigt Timo Schulte von der Eventagentur Schulte und Schulte an, der mit seinem Bruder auch den gastronomischen Teil des Angebots abdeckt.
Im neuen „La Fête“ finden draußen etwa 40 Menschen, im Innern der Bar rund 80 Personen Platz, alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Alle Informationen zum Programm sowie eine genaue Wegbeschreibung sind auf den Internetseiten des Kölnischen Stadtmuseums zu finden.




