Ende des Jahres sollte für eine Lindenthaler Gastro-Institution Schluss sein. Doch im März wird es weitergehen: Happy End für das Culinarius.
Streit beigelegtCulinarius gerettet – Inhaber und Pächter stoßen auf die Zukunft an

Massimo und Joseph La Tragna stoßen mit Karl-Heinz und Alexander Schorn auf die weitere Zusammenarbeit an (v.l.).
Copyright: La Tragna
Für Stammgäste und Liebhaber der italienischen Küche war es ein Schock: Im März vergangenen Jahres verkündeten die Betreiber des Culinarius an der Dürener Straße das Aus. Grund seien „Probleme“ mit dem Vermieter gewesen, hieß es damals. Tatsächlich hat die Lindenthaler Gastro-Institution seit Jahresbeginn geschlossen. Aber die Geschichte hat inzwischen eine Wendung genommen. Der Streit ist beigelegt – „Am Ende hat die Vernunft gesiegt“, formuliert es Joseph La Tragna, der mit seinen Brüdern Massimo und Rossano das Lokal im März wiedereröffnen wird.
Culinarius an der Dürener Straße wird wiedereröffnet
„Es ist uns eine große Freude, das Culinarius weiterhin für unser Viertel und weit über die Stadtgrenzen hinaus am Leben zu erhalten“, teilen die Betreiber mit. Nach mehreren Verhandlungen mit dem Besitzer der Immobilie sei es gelungen, den Mietvertrag langfristig zu verlängern. Beide Seiten hatten sich kooperativ gezeigt, heißt es. Danach stießen Joseph und Massimo La Tragna mit den Hausbesitzern Karl-Heinz Schorn und Alexander Schorn mit einem Glas Wein auf die weitere Zusammenarbeit an.

Das Restaurant Culinarius im Sommer.
Copyright: Michael Bause
Daran war vor rund zehn Monaten noch nicht zu denken. Die Gastronomen pochten unter anderem auf einen langfristigen Kontrakt, um Planungssicherheit zu haben, die Gegenseite bot zunächst nur einen Zweijahresvertrag an, Anwälte wurden eingeschaltet, das Vertrauensverhältnis schien dahin zu sein – und damit auch eine 30-jährige Erfolgsgeschichte der La Tragna-Brüder: Etwa 15 verschiedene Lokale betrieb die aus Umbrien stammende Familie, das Culinarius blieb stets das Herzstück. Nicht nur Lindenthaler schätzen den quirligen Betrieb in dem Lokal mit mehr als 100 Plätzen und zahlreichen Schiefertafeln an den Wänden, auf denen die Gerichte stehen.
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Derzeit finden Renovierungsarbeiten im Culinarius statt.
Copyright: La Tragna
„Das Culinarius wird ein fester Bestandteil der Kölner Gastronomie-Szene bleiben“, hatte Joseph La Tragna im März angekündigt, als man sich nach einem neuen Standort umschaute. Dass man nun im Veedel bleibe, sei natürlich das Beste, so der Gastronom, der sich für die mutmachenden Worte und den Zuspruch – allen voran seitens der Gäste – bedanken möchte.
Noch bis Ende Februar finden derzeit umfassende Renovierungsarbeiten im gesamten Restaurant statt, auch die Außenterrasse wird neu gestaltet. Ab März soll das Lokal dann auch wieder montags von 12 Uhr bis 24 Uhr geöffnet sein. Sonntag ist Ruhetag.

