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Buch über Dellbrück
Künstler und Autorinnen berichten über ihr Kölner Veedel

Ingo Müller-Becker (vorn l.) lud Dellbrücker Kulturschaffende ein, die jeweils eigene Sicht auf ihr Veedel auszudrücken. Zwölf Menschen sitzen und stehen in zwei Reihen vor einem weißen Gebäude.

Ingo Müller-Becker (vorn l.) lud Köln-Dellbrücker Kulturschaffende ein, die jeweils eigene Sicht auf ihr Veedel auszudrücken.

Künstler und Autorinnen berichten in einem reich illustrierten Buch von ihren Erlebnissen im Kölner Veedel. Zahlreiche Kulturschaffende ermöglichen den kultureellen Erkundungsspaziergang jetzt in gedruckter Form.

Den Dellbrückentag – den jährlichen kulturellen Erkundungsspaziergang durch das Veedel – gibt es nun auch in gedruckter Form. Ingo Müller-Becker, Organisator der Veranstaltungsreihe, brachte dafür zahlreiche Kulturschaffende zusammen, die im Buch „Menschen und Orte“ ihre Sicht auf das Veedel schildern.

Anlass war für den Herausgeber die erste urkundliche Erwähnung von „Thurn“ im Jahr 1322, also vor 700 Jahren. Fotos von 15 Fotografen „Bei den Beteiligten handelt es sich um Persönlichkeiten aus dem Veedel, die zwar nicht direkt am Dellbrückentag teilnehmen, aber dennoch Interessantes aus dem Stadtteil berichten können“, begründet Müller-Becker seinen Entschluss, eine neue Form der Erkundungen zu schaffen.

Er gewann 40 Mitwirkende, unter ihnen den Bananensprayer Thomas Baumgärtel, den Fotograf Boris Becker, Komponist York Höller, Kinderbuch-Autorin Eva Dax, Volker Kutscher, Autor der Gereon-Rath-Krimis, die als „Babylon Berlin“ verfilmt wurden, sowie den ehemalige Zoodirektor Gunther Nogge.

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Markante Köln-Dellbrücker Orte und Kölsch im Buch

Neben Texten enthält der Band Arbeiten von 15 Fotografen. Astrid Maaß illustrierte das Buch – unter anderem mit Porträtzeichnungen der verschiedenen Beteiligten. Der Titel „Menschen und Orte“ war für den Herausgeber Programm: „Alle Beteiligten schilderten entweder einen Ort, zu dem sie eine ganz besondere Beziehung haben, oder beschrieben eine Person aus dem Stadtteil, die sie besonders beeindruckt.“

Die Journalistin Christel Boßbach berichtet, wie sie den Zauberkünstler Patrick Lehnen zum Auftritt bei einem „Zauberslam“ begleitete und hinter die Kulissen schauen durfte. Es war sein erstes Live-Event nach den Corona-Lockdowns.

„Er führte alle Klischees ad absurdum, die ich von diesem Metier hatte: Es gab weder Kaninchen noch Zylinder“, berichtet sie. Vielmehr begeisterte er sein Publikum durch ein Streitgespräch mit einer Schreibtischlampe. Überhaupt sei alles anders gewesen. Obwohl bei einem Slam alle Teilnehmenden im Wettbewerb miteinander stehen, habe es in diesem Fall eine enge Zusammenarbeit gegeben.

Rudolf Meier, Seminarleiter der „Akademie för uns kölsche Sproch“, erzählt von seiner Schulzeit und seinen damaligen besten Freunden – natürlich auf Kölsch. Kunsthistorikerin Annette von Czarnowski porträtiert in ihrem Text die Kinderbuchautorin Eva Dax und Gunther Nogge beschrieb seine Wanderungen durch die Natur und zu markanten Orten Dellbrücks.

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