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Irreführende BeschilderungBV Mülheim möchte den Dünnwalder Mauspfad sicherer gestalten

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An einer Straße liegt ein Radweg, der an einer Schranke endet.

In Höhe Flachsacker endet der Radweg abrupt und die Radfahrenden müssen auf der Straße weiterfahren. 

Die Bezirksvertretung Mülheim fordert erneut Tempo 50 in Teilen der viel befahrenen Straße. Zudem sollen irreführende Beschilderung zu entfernen.

Auf dem Dünnwalder Mauspfad zwischen dem Höhenfelder See und der Einmündung des Kalkwegs muss von einem Fahrradweg auf die viel befahrene Straße eingefädelt werden. Das Sicherheitsrisiko an dieser Stelle wurde bereits diverse Male von Bürgerinnen und Bürgern sowie der Mülheimer Politik kritisiert.

So hatte die Bezirksvertretung Mülheim bereits 2022 die Verwaltung damit beauftragt, in diesem Bereich Piktogramme auf die Fahrbahn aufbringen zu lassen und Tempo 50 festzulegen, um Verkehrssicherheit zu schaffen. Dies ist jedoch nicht erfolgt. Nun fassten die Mitglieder in ihrer jüngsten Sitzung erneut einen Beschluss, um die Stelle sicherer zu gestalten. 

Köln-Mülheim: BV fordert Sicherheit auf Dünnwalder Mauspfad

Der Antrag kam von der Fraktion der Linken. Sie verweisen darin auf die Bürgerinitiative „Sicher durch Dünnwald“, die sich für eine verbesserte Verkehrssicherheit in ihrem Stadtteil einsetze, schon lange auf eine Umsetzung des einstimmigen Beschlusses hoffe.

Im September 2025 habe die Initiative darauf hingewiesen, dass nach einer Verkehrsschau widersprüchliche Verkehrsschilder aufgestellt wurden. „Sie besagen, dass tagsüber auf dem Höhenfelder / Dünnwalder Mauspfad von Holweide nach Dünnwald ab Ortsausgangsschild bis 50 Meter hinter der Querungshilfe 100km/h Höchstgeschwindigkeit gefahren werden darf“, heißt es in dem Antrag.

Bei der Querung sei deshalb seitdem noch höhere Vorsicht geboten.  „Für die Geschwindigkeitsvorgabe an Landstraßen ist die Stadt Köln zuständig. Sie soll endlich umsetzen, was die politischen Mandatsträger vor mehr als drei Jahren beschlossen haben und sich viele Menschen nicht nur in Köln-Dünnwald wünschen“, forderte die Fraktion der Linken entsprechend.

BV Mülheim hatte bereits vor drei Jahren Tempo 50 gefordert

In der Sitzung erinnerte Jonas Höltig von den Grünen daran, dass der Dünnwalder Mauspfad auf Beschluss der Bezirksvertretung Mülheim ins MIV Grundnetz aufgenommen wurde. Dabei spielen die Belange des Autoverkehrs die größtmögliche Rolle. Alle anderen Verkehrsteilnehmenden haben dahinter zurückzutreten. Ob der Antrag deshalb eine Aussicht auf Erfolg habe, sei fragwürdig. Seine Fraktion begrüße den Antrag trotzdem, da die Überquerung gefährlich sei.

Stephan Krüger (CDU) betonte vor allem, dass auf dem ganzen Stück von Holweide bis zum Wildgehege irritierende Beschilderungen aufgestellt seien. Er halte daher auch einen Ortstermin für sinnvoll. „Der Beschlusstext könnte suggerieren, dass auf der gesamten Strecke Tempo 50 gelten soll, das wollen wir nicht“, erklärt er.

Schlussendlich wurde der Beschluss mehrheitlich gegen die Stimmen der AfD-Fraktion beschlossen. Die Bezirksvertretung Köln-Mülheim beauftragte somit die Verwaltung, eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 50 km/h in dem Abschnitt umzusetzen. „Hierzu soll zeitnah ein Ortstermin mit dem Verkehrsmanagement, den Mitgliedern der Bezirksvertretung und der Initiative „Sicher durch Dünnwald“ vereinbart werden, um die widersprüchliche und gefährliche Beschilderung zu erörtern und schnellstmöglich zu korrigieren“.