Der AK Marktplatz Mülheim-Nord setzt sich für einen autofreien Marktplatz ein, damit er ein sicherer Freiraum fürs Veedel wird.
Freiraum und SicherheitArbeitskreis will Aufenthaltsqualität auf dem Marktplatz in Mülheim-Nord verbessern

Der Arbeitskreis Marktplatz Mülheim Nord will die Aufenthaltsqualität auf dem Marktplatz in Mülheim-Nord verbessern.
Copyright: Rika Kulschewski
„Der Marktplatz ist ein wichtiger, zentraler Ort für die Bewohnerinnen und Bewohner des Mülheimer Nordens“, ist Julia Wellman von der Sozialraumkoordination Mülheim-Nord/Keupstraße/Stammheim überzeugt, „im Kern wollen wir die Aufenthaltsqualität verbessern und Freiraum und Sicherheit vor allem auch für Kinder schaffen“.
Dafür hat sich 2023 aus der Stadtteilkonferenz der Arbeitskreis Marktplatz Mülheim Nord gebildet. Darin sind diverse Personen aus Vereinen, Initiativen, Politik, Bewohnerschaft sowie Künstlerinnen und Künstlern. Ziel sei es zunächst primär gewesen, die Autos von dem Platz an der Berliner Straße wegzubekommen. Dieser wird nämlich immer wieder als Parkplatz genutzt, obwohl es gar keiner ist.
Viel Potenzial im Marktplatz
Der AK hat sich deshalb für mehr Kontrolle durch das Ordnungsamt und die Erneuerung der Poller eingesetzt. Dafür gab es unter anderem einen Begehungstermin mit Verwaltung, Bürgeramt und Politik. Zudem gab es einen Beschluss der Bezirksvertretung, den Platz am Kulturbunker aufzuwerten und Falschparken strenger zu ahnden. „Das hat zunächst erst einmal geklappt und bis Dezember 2025 war der Platz dann auch weitestgehend autofrei“, erzählt Wellmann. Seit Anfang des Jahres vermehren sich die Autos aber wieder.
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„Nach dem Markt an zwei Tagen die Woche sollen die Poller eigentlich immer wieder eingesetzt werden, aber das geschieht mittlerweile nicht mehr unbedingt“, erzählt Gabi Schönau, Anwohnerin im AK, „und sie werden teils auch einfach herausgenommen und kaputtgemacht“. Der Arbeitskreis sucht deshalb immer wieder nach kreativen Ideen, um den Marktplatz als Aufenthaltsort im Stadtteil zu etablieren.
300 Kinder waren beim Kindertag auf dem Marktplatz im Mülheimer Norden
„Letztlich wollen wir mit Aktionen eine Initialzündung setzen, damit die Menschen merken, es ist schön, wenn der Platz genutzt werden kann, und ihn dann auch selbst gestalten“, sagt AK-Mitglied Sarah Plückthon vom Kulturbunker, „es könnte eine richtig schöne urbane Oase werden“.
Eine dieser Aktionen war der Kindertag zum Weltkindertag. Es war ein großes Fest mit Aktionsständen und Bühnenprogramm und rund 300 Kindern und Jugendlichen. „Das Fest hat einfach das Potenzial, das wir im Marktplatz sehen, gezeigt“, sagt Wellmann.
Eben solche Belebungen sollen den Anwohnenden zeigen, dass der Platz mehr ist als ein Parkplatz und nur durch die Autos ungenutzt bleibt. „Wenn der Marktplatz autofrei ist, dann wird er auch genutzt“, meint Gabi Schönau. Wichtig sei vorrangig, den Leuten zu zeigen, dass sich etwas tut, sind die Mitglieder des Arbeitskreises überzeugt.
Auch 2026 will der AK den Marktplatz weiter mit Aktionen beleben. Der Kindertag soll zur Tradition werden. Zudem denkt der AK über Begrünung nach und weitere kreative Ideen. Auch mehr externe Aktionen rund um den Platz seien erwünscht. Ideen könnten per Mail an sozialraumkoordination.muelheim@csh-koeln.de geschickt werden.

