Bundesweiter VorlesetagEhrenamtliches Projekt sucht Lesementoren für Kölner Schulen

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Zu sehen ist Robert Voigtsberger, Beigeordneter für Bildung der Stadt Köln. Er liest aus dem Kinderbuch „Mein Freund Salim“ von Uticha Marmon vor.

Zum bundesweiten Vorlesetag hat Robert Voigtsberger, Beigeordneter für Bildung der Stadt Köln, aus dem Kinderbuch „Mein Freund Salim“ von Uticha Marmon in der Gemeinschaftsgrundschule Gartenstadt vorgelesen.

Zum bundesweiten Vorlesetag am Freitag, 17. November, veranstaltete die Stadt Köln eine Lesung in der Gemeinschaftsgrundschule Gartenstadt.

Etwa 15 Grundschüler saßen im Halbkreis um Robert Voigtsberger und lauschten ihm gespannt. Beim bundesweiten Vorlesetag am Freitag las der Beigeordnete für Bildung der Stadt Köln in der Gemeinschaftsgrundschule aus dem Kinderbuch „Mein Freund Salim“ von Uticha Marmon. Der Aktionstag soll ein öffentliches Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens setzen und Kinder sowie Erwachsene für die Welt der Geschichten begeistern.

„Ich habe gelernt, dass man zu Flüchtlingen, die vielleicht nicht so ticken wie die anderen, auch nett sein muss. Und dass Flüchtlinge zu einem auch nett sein können. Ich finde gut, dass es auch mal um Flüchtlinge geht und nicht um erfundene Geschichten“, sagt der zehnjährige Schüler Justus Aktas aus der 4b. Im Anschluss zeigen die Schüler und Schülerinnen Voigtsberger die „elektronische Bücherwand“ in der neu renovierten Schulbibliothek. Dahinter verbergen sich Sprachaufnahmen von Schülern und Schülerinnen, die ihre ganz persönlichen Buchempfehlungen aufgenommen haben.

Die Lesung wurde von der Stadt Köln, der Stiftung für Kultur der Sparkasse Köln Bonn, der Volkshochschule und der Arbeiterwohlfahrt unterstützt.

Kölner Verein sucht Lesementoren 

Auch der Verein „Lesementor Köln“ war beteiligt, bei dem Ehrenamtliche die Lese- und Sprachkompetenz von Kindern und Jugendlichen zwischen acht und 16 Jahren fördern. Der Verein organisiert den Kontakt zwischen den ehrenamtlichen Lesementoren und den jeweiligen Schulen. Mit Zustimmung der Eltern sollen sich ein ehrenamtlicher Lesementor und jeweils ein Schüler in der Schule treffen – außerhalb des Unterrichts. Sie üben gemeinsam das Lesen und Verstehen altersgerechter Texte. „Bisher sind 130 Schulen und etwa 600 ehrenamtliche Lesementoren beteiligt. Wir suchen noch Lesementoren“, sagte Uschi Schröter, Koordinatorin bei den Lesementoren Köln, am Freitag.

Kölner Grundschule beteiligt sich beim Vorlesetag 

Die Gemeinschaftsgrundschule Gartenstadt ist ebenfalls an dem Projekt Lesementoren Köln beteiligt. „Wir versuchen, die Schüler auf verschiedenen Wegen für das Lesen zu begeistern“, sagte Susanne Meiser, Schulleiterin der Gemeinschaftsgrundschule. „Lesen ermöglicht Schülern, sich im Thema Diversität wiederzufinden. Beim Projekt Lesementoren nimmt sich eine Person Zeit für ein Kind und hört gezielt zu.“

Dafür sei im Schulalltag aufgrund des Lehrermangels und mit Klassen mit 29 Kindern keine Kapazität mehr. „Diese Unterstützung, die wir dann mit Ehrenamtlichen haben, ist deshalb unfassbar wertvoll. Die Schüler gehen aus solchen persönlichen Gesprächen selbst bestärkt hervor“, sagte Meiser. Susanne Frohberg, Korrektorin der Gemeinschaftsgrundschule, fügte hinzu: „Dieses Projekt sorgt auch für Bildungsgerechtigkeit. Die Leidenschaft zur Schriftsprache ist die Basis jeglicher Bildung.“

Weitere Informationen und die Anmeldung zum Lesementor gibt es unter www.lesementorkoeln.de.

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