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SchulverkehrBuslinie 121 könnte Longericher Gesamtschule besser anbinden

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Die Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule in Longerich

Die Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule in Longerich

Eine zusätzliche Haltestelle der Buslinie 121 am Morgen und Nachmittag könnte die Erreichbarkeit der Carl‑von‑Ossietzky‑Gesamtschule verbessern.

Der 2019 fertiggestellte Neubau der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule an der Ossietzkystraße 2 ist zwar modern und schick, liegt jedoch verkehrstechnisch in einem Loch: Mehr als 700 Meter Fußweg sind es bis zur nächstgelegenen Linie-15-Bahnhaltestelle Meerfeldstraße. Der nächste Halt der KVB-Buslinie 121, „Hugo-Junkers-Straße“, liegt sogar einen knappen Kilometer vom Schuleingang entfernt im Gewerbegebiet Longerich. Die mühsame Erreichbarkeit der Schule per Bus und Bahn könnte zumindest ein Mitgrund für den regen Eltern-Bringverkehr sein.

Ein Vorschlag aus der Bezirksvertretung Nippes könnte das jedoch ändern: Einstimmig, bei Enthaltung des AfD-Vertreters, beschloss die Runde den Antrag der CDU-Fraktion an die Verwaltung, „in Abstimmung mit der KVB zu prüfen, ob die Buslinie 121 um eine zusätzliche Haltestelle im direkten Schulumfeld der Gesamtschule erweitert werden kann“. Die Bezirksvertretung möchte über das Prüfergebnis informiert werden.

Stichfahrt zur Gesamtschule würde nötig

Auf ihrem Linienweg müsste die 121 zwischen den Haltestellen „Hugo-Junkers-Straße“ und „Gewerbegebiet Bilderstöckchen“ um eine Abstecher-Fahrt zur Ossietzkystraße erweitert werden; über den dortigen Kreisel könnte sie bequem wenden, um zu ihrer eigentlichen Route zurückzugelangen. Angeregt ist, die zusätzliche Haltestelle an der Schule nur morgens und nachmittags anzufahren, wenn An- und Abreiseverkehr von und zur Schule herrscht. Die Linie zwischen der Langeler Fähre und der Neusser Straße/Gürtel würde, im näheren Umkreis, Chorweiler, Volkhoven/Weiler, Longerich, Bilderstöckchen, Mauenheim, das südliche Weidenpesch und das nördliche Nippes direkt an die Gesamtschule anbinden.

„Beim jetzigen Halt verbleiben nicht nur Hunderte Meter Fußweg, hinzu kommt auch der Gang durch den Bahntunnel, der als unsicher empfunden wird“, so Vize-Bezirksbürgermeister Daniel Hanna (CDU). Die Brücke dürfte für die Linienbusse kein Problem darstellen. „Schon jetzt fahren Busse regelmäßig für den Schwimmunterricht dort durch.“ Michael Breiman (Grüne) und SPD-Fraktionschef Ulrich Müller begrüßten den Antrag sehr; letzterer wies jedoch darauf hin, dass die KVB den Vorschlag vor vielen Jahren aus Fahrplantakt-Gründen abgelehnt habe. Dies müsse aber nicht zwingend jetzt noch so sein.

„Ich finde eine solche Busverbindung generell gut, es wäre schön, wenn eine Haltestelle in fußläufiger Nähe vorhanden wäre“, findet Anke Kleiber von der Elterninitiative der Gesamtschule, die für mehr Sicherheit auf dem Schulweg und gegen Eltern-Bringverkehr kämpft. Neben der Linie 121 wäre eine bessere Erschließung auch aus anderen Richtungen, etwa Niehl, denkbar, ebenso eine Direktverbindung zwischen Fühlingen und Nippes/Longerich über die Neusser Landstraße. „Wenn die Eltern wissen, dass ihr Kind mit dem Bus wirklich bis vors Schultor kommt, brauchen sie kein Elterntaxi mehr.“ Für Familien sei entscheidend, dass kein langer, mitunter gefährlicher Restweg zu Fuß mehr verbleibe.