Christian Schmitz, neuer Vorsitzender von Schwarz-Weiß Köln, setzt auf Infrastrukturausbau und die Förderung von Spitzen- und Breitensport.
Sportverein strebt Wachstum anKölner Rechtsanwalt übernimmt Vorsitz bei Schwarz-Weiß Köln

Rechtsanwalt Christian Schmitz ist neuer Vorsitzender des KKHT Schwarz-Weiß Köln.
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Keine einzige Gegenstimme, keine Enthaltung. Als Christian Schmitz auf der Mitgliederversammlung des KKHT Schwarz-Weiß Köln 1920 e. V. zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt wurde, war das Signal der Mitglieder eindeutig: Der 44-Jährige soll den Klub gemeinsam mit dem erneuerten Vorstand als modernen Sportverein in die Zukunft führen. Ein starkes Votum – und ein ebenso starkes Bekenntnis zum Ehrenamt. Denn dass ein Verein dieser Größenordnung mit über 1.600 Mitgliedern, der zu den größten und traditionsreichsten Sportklubs Kölns zählt, ehrenamtlich geführt wird, ist alles andere als selbstverständlich.
Schmitz nimmt die Herausforderung gerne an. Er ist Rechtsanwalt in einer renommierten Kölner Kanzlei, spezialisiert auf Compliance und Strafrecht in Unternehmenskrisen. Mit dem Schwerpunkt „Compliance in Sportorganisationen“ berät er seit Jahren große deutsche Sportverbände. Vereinsführung kennt er also nicht nur aus der Theorie.
Schwarz-Weiß Köln plant Traglufthalle und mobile Hockeyhalle
„Schwarz-Weiß Köln ist im Hockey, Tennis, Lacrosse und inzwischen sogar Padel schon heute hervorragend aufgestellt“, sagt Schmitz. „Aber wir haben ambitionierte Ziele und wollen weiter wachsen.“ Konkret plant der Verein, die Möglichkeiten auf der besonderen Anlage direkt am Rhein in der Riehler Aue auszubauen: Für die Tennisspielerinnen und -spieler soll neben der festen Halle im Winter eine Traglufthalle mit vier Plätzen entstehen. Zusätzlich soll eine mobile Halle errichtet werden, in der das Hockeytraining für Kinder auch in der kalten Jahreszeit stattfinden kann. „Die Kapazitäten, die wir im Moment haben, reichen nicht mehr aus“, sagt er mit Blick auf die wachsende Nachfrage. Mit den Investitionen in eine moderne Infrastruktur will Schwarz-Weiß den nächsten Schritt machen.

Die Herrenmannschaft des Lacrosse-Teams „Cologne Indians“ trainiert auf einem Kunstrasenplatz des KKHT Schwarz-Weiß Köln. (Archivbild)
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Zum Verein kam Schmitz vor 14 Jahren – zunächst als ambitionierter Tennisspieler, ein Kreuzbandriss bremst ihn derzeit jedoch aus. Den Weg zum Hockey fand er über seine Töchter, die in der U10 und U12 spielen. Gelegentlich durfte er als Coach aushelfen. „Seitdem hat das Hockeyvirus unsere Familie voll erwischt“, sagt er lachend – vom Hockeyvater zum Klubchef.
Sein zentrales Ziel als Vorsitzender ist es, Spitzen- und Breitensport parallel zu entwickeln. Der Spitzensport soll Aushängeschild des Klubs bleiben – der Breitensport ist für Schmitz gleichzeitig „der Herzschlag des Vereins“. Familien, Kinder und Freizeitsportlerinnen und -sportler aus der gesamten Stadt soll Schwarz-Weiß künftig ansprechen, weit über den Stadtteil Riehl hinaus. Besonders im Kinder- und Jugendhockey sieht er enormes Potenzial: „Ein perfekter Mannschaftssport, der den Kindern viele Lehren fürs Leben vermittelt – respektvoller Umgang mit Niederlagen und was man mit einer starken Gemeinschaft erreichen kann.“ Dazu kommen eine der erfolgreichsten Tennisjugenden Deutschlands, der deutsche Meistertitel 2025 im Lacrosse und der Padel-Spielbetrieb, der in den Startlöchern steht.
