„Pänz, Rhein & Fähre“Niehler Grundschüler verbinden Kunst und Mobilität in einem Projekt

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Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen stehen an einem Tisch in der Grundschule GGS Halfengasse. Sie beteiligten sich an dem Kunstprojekt des Vereins Fährkultur Köln-Nord. Foto von Bernd Schöneck

Zwölf Mädchen und Jungen aus der GGS Halfengasse waren beim Kunstprojekt des Vereins Fährkultur Köln-Nord dabei. Auch eine Schule in Stammheim macht mit.

Grundschüler der Niehler GGS Halfengasse beschäftigen sich künstlerisch mit dem Thema Rheinquerung – entstanden sind viele, kreative Ideen.

Wenn man der eigenen Fantasie mal freien Lauf lässt, wie würde man am liebsten auf die andere Rheinseite gelangen? Die zwölf Mädchen und Jungen aus der Gemeinschafts-Grundschule (GGS) Halfengasse hatten da so einige Ideen: etwa mit einem Tretboot, mit einem Segelflieger, mit einer ellenlangen Seilbahn wie auf dem Spielplatz, oder mit einem Sonnenschirm elegant auf die andere Seite schweben, frei nach Mary Poppins.

Kunstprojekt „Pänz, Rhein & Fähre“: Grundschüler setzen Rheinquerung künstlerisch um

Ihre Ideen verwirklichten die Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 3 und 4 auf künstlerisch vielfältige Weise: in Form von Malereien und Zeichnungen, Collagen oder Basteleien. „Unsere Einstiegsfrage war, wie man den Rhein überqueren könnte“, erläuterte Daniela Dougal, Vorstandsmitglied des Vereins „Fährkultur Köln-Nord“ und Betreuerin des Kunstprojekts „Pänz, Rhein & Fähre“. Die Plätze im Kunst-Workshop waren in der Schülerschaft heiß begehrt und mussten ausgelost werden.

Der Verein, der auf mittlere Sicht anstrebt, die 1967 eingestellte Fähre zwischen Alt-Niehl und Flittard/Stammheim wiederaufleben zu lassen, hat sich als Vereinsziel auch die Förderung von Kunst und Kultur im Kölner Norden gegeben, was beide Rheinseiten einschließt.

Mit den zwölf Kindern sowie Schul-Konrektorin Petra Rößer ging es nicht nur in den Kunst- und Kreativraum der Schule, die derzeit im Interimsquartier an der Ecke Niehler Damm / Flittarder Weg / Merkenicher Straße sitzt, sondern auch auf Spaziergänge am Rheinufer.

„Wir sind auch zum alten Fähranleger am Alt-Niehler Rheinpark gegangen und haben gerufen: Utz, hol über – wie in früheren Zeiten, als es die Verbindung noch gab. Eine Fähre kam diesmal aber leider noch nicht“, erzählt Dougal schmunzelnd. 

Neben der GGS Halfengasse ist als rechtsrheinischer Partner die Ricarda-Huch-Grundschule in Stammheim dabei, dort steht das Kunstprojekt vor dem Beginn. Die Endergebnisse aus dem Kunstprojekt werden zu einem Buch verarbeitet, auch eine Ausstellung ist geplant – ein Termin hierfür wird noch bekannt gegeben. „Es ist ganz faszinierend, welche Ideen die Kinder haben, wenn man mal ganz unverstellt und unvoreingenommen an die Sache herangeht“, so Dougals Fazit.

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