Die Stadt investiert 566.000 Euro in die Skateanlage im Inneren Grüngürtel. Die jetzige Rampe hielt 14 Jahre. Das ist geplant.
Skateboard-SportLohserampe in Nippes wird modernisiert und saniert

Die jetzige Lohserampe wurde im Jahr 2014 eröffnet. Sie soll einem Neubau Platz machen.
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Im Lohsepark stehen die Zeichen wieder auf Neubau: Knapp 14 Jahre nach der Eröffnung der jetzigen „Lohserampe“, einem beliebten Treffpunkt für den Skateboard-, Inliner- und BMX-Radsport, soll die Anlage abgebrochen und durch eine Neukonstruktion ersetzt werden. Am Donnerstag, 25. Juni, beschäftigt sich auf ihrer kommenden Sitzung die Bezirksvertretung Nippes mit dem Vorhaben; kurz davor und danach der Jugendhilfe- sowie Finanzausschuss des Rates.
Zuvor hatte das Amt für Kinder, Jugend und Familie mit Kindern und Jugendlichen, erwachsenen Anlagengästen und dem Lohserampen-Verein Beteiligungsworkshops veranstaltet, wobei die Gestaltung der Anlage, das Material sowie die Konstruktion der Rampe erarbeitet, diskutiert und abgestimmt wurden. Besonders wichtig war dabei, die Skateanlage mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden und für verschiedene Altersgruppen zu entwerfen. Neben dem „Köllefornia-Skatepark“ des Northbrigade-Vereins auf der Bezirkssportanlage Weidenpesch ist die Lohserampe der zweite große Besuchermagnet für Skatefans im Stadtbezirk Nippes.
Für geschätzte Gesamtkosten in Höhe von 566.000 Euro soll die durch Witterungseinflüsse marode gewordene Rampe im Parkabschnitt zwischen Neusser Straße, Innerer Kanalstraße und Merheimer Straße in modernisierter Form neu entstehen. Dabei soll sie im westlichen Teil zurückgebaut, und im östlichen Teil (zur Neusser Straße hin zeigend) etwas erweitert werden. Durch die beidseitige Öffnung der Rampe soll sie besser einsehbar werden. Außerdem soll die bestehende Beleuchtung optimiert werden, um ein gleichmäßiges Licht ohne Schattenbildung zu bieten; eine bedarfsgesteuerte „On-demand-Beleuchtung“, also Licht auf Anforderung, soll zum Energiesparen beitragen. Ein genauer Zeitrahmen steht noch nicht fest.
Erste Rampe war Geschenk von Sony
Die erste Lohserampe wurde im Jahr 2000 eröffnet, sie war vom japanischen Sony-Konzern gestiftet worden. Nachdem sie baufällig geworden war, eröffnete im September 2014 bei einem großen Fest die Nachfolge-Anlage. Die Lohserampe liegt in einem Tal des Parks am Inneren Grüngürtel, nahe der Unterführung der Neusser Straße. Diese besondere Geografie ist ein Überbleibsel der einstigen Planungen für den Kölner Stadtautobahn-Ring, der nach jahrelanger Debatte und vielen Protesten dann doch nicht gebaut wurde. An dieser Stelle hätte die zu bauende Stadtautobahn die Neusser Straße kreuzungsfrei unterquert, wären die dystopischen Planungen Wirklichkeit geworden.
Diese besondere Lage in einer Senke stellt zugleich eine Herausforderung dar – denn diese macht die Rampe anfällig für Feuchtigkeitsschäden. Deshalb ist in den Neuplanungen ein Fokus auf ein nachhaltiges Entwässerungskonzept gelegt, um die Rampe langlebiger zu machen. Durch ein bewusstes Gefälle soll Regenwasser abgeleitet werden; außerdem soll es im Vergleich zur bestehenden Anlage einen effektiveren Holzschutz geben.
