Düsseldorf – Der Tarifkonflikt des Öffentlichen Dienstes wird in der kommenden Woche wahrscheinlich auch Köln betreffen. Die Kölner Verkehrs-Betriebe weisen auf ihrer Internetseite bereits am Wochenende auf mögliche Auswirkungen am Dienstag hin. „Sollte es zu einem Warnstreik kommen, ist zu erwarten, dass wie bei den letzten beiden Warnstreiks im Jahr 2012, der Verkehr von Bussen und Bahnen der KVB zum Erlegen kommt“, so die KVB.
Man geht von ganztätigen Streiks aus, so dass Busse und Bahnen bereits dienstagfrüh nicht aus den Depots fahren. Bis Mittwochmorgen geht dann bei der KVB nichts mehr. Einige Buslinien werden allerdings nicht von der KVB selber bedient, diese könnten dann weiterhin verkehren. Genauere Informationen wollen die Kölner Verkehrs-Betriebe zeitnah geben.
In Köln sind auch städtische Kindertagesstätten von Streiks betroffen. Eltern sollten sich am Montag informieren, ob die Angestellten ihrer Betreuungseinrichtung regulär arbeiten. In der Vergangenheit gab es an Streiktagen eine Notbetreuung.
Endgültige Entscheidung am Montag
In den meisten der 21 Verdi-Bezirke in NRW werde noch darüber beraten, wann, wo und wie lange gestreikt werde, hatte der Sprecher vom Verdi-Landesbezirk NRW, Günter Isemeyer, am Freitag erklärt. „Am Montag wollen wir bekanntgeben, was wir vorhaben.“
Auch andere Städte in NRW sind vom Warnstreik betroffen. In Dortmund rief Verdi für Dienstag die Beschäftigten der Stadtverwaltung, der Stadtwerke, von Müllabfuhr, Kliniken und Altenheimen auf, den ganzen Tag die Arbeit niederzulegen.
Auch in Essen rechnen die Verkehrsbetriebe damit, dass sie am Dienstag den ganzen Tag lang bestreikt werden. Streikaktionen soll es auch in Bonn geben. In Münster stellt sich die Stadt darauf ein, dass ihre Kindertagesstätten bestreikt werden.
Die erste Runde der Tarifverhandlungen für die 2,1 Millionen Tarifbeschäftigten im Öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen war am Donnerstag in Potsdam ohne Ergebnis geblieben. Die Gewerkschaften fordern eine pauschale Anhebung der Gehälter um 100 Euro sowie einen weiteren Lohnzuwachs von 3,5 Prozent. Die Arbeitgeber hatten kein Angebot vorgelegt. Die Verhandlungen sollen am Donnerstag und Freitag fortgesetzt werden. (dpa, ksta)
