Garde-Korps-Köln Bei seiner Kostümsitzung präsentierte das Garde-Korps-Köln, KG „Blau-Weiß Zündorf“, eine Leistungsschau des Kölner Fastelovends. Satirisch geprägte Rednerbeiträge von Bernd Stelter, Guido Cantz und Motombo (Dave Davis) sorgten bei den gut 1000 Gästen für beste Laune. Mit Bands wie den Bläck Fööss, den Klüngelköpp und den Domstürmern kam das Publikum auch musikalisch auf seine Kosten, visuelle Leckerbissen boten die Höppemötzjer und die Harlekins.Inmitten des hochkarätigen Programms stand jedoch ein langgedientes Vereinsmitglied des Garde-Korps Köln im eigentlichen Mittelpunkt. Regimentstochter Katharina Pfolk hängt nach sieben Jahren ihre Tanzschuhe an den Nagel, berufliche Gründe machen diesen Schritt unvermeidlich.
Nach dem Aufmarsch der Garde unter musikalischer Begleitung des Regimentsspielmannszuges wird es emotional auf der Bühne. Der vorletzte Bühnenauftritt Katharina Pfolks lässt bei so manchem Karnevalsfreund Wehmut aufkommen.
„Wir wissen, was wir Katharina schuldig sind“, sagt Pressesprecher Franz-Jakob Langhölzer, und so stehen die Gardisten mit je einer weißen Rose bestückt Spalier, als das Tanzpaar die Bühne in Richtung Backstage-Bereich verlässt.
Ein Kuchen mit den Foto von Katharina Pfolk und Tanzoffizier Maximilian Masgai wartet auf das erfolgreiche Duo, es ist der sprichwörtliche Abschied mit der Träne im Knopfloch. Nach einer kurzen Verschnaufpause werde es für die KG an das Auswahlverfahren für eine Nachfolgerin gehen, erklärt Langhölzer.
Klar müsse den Bewerberinnen sein, dass eine Regimentstochter dreimal wöchentlich trainiert. „Ansonsten kann sich jede tanzbegeisterte Dame, die eine Affinität für den Karneval hat, bei uns bewerben.“
Das Porzer Dreigestirn Freddy I. (Frederic Braun), Jungfrau Jaci (Jacqueline Schmitz) und Bauer Sven (Sven Czakalla) rissen das Publikum mit ihren tänzerischen Darbietungen aus der leicht melancholischen Stimmung, auch für das Trio läutet die Kostümsitzung den nahen Abschied ein, für den Prinz Freddy I. die passenden Worte findet: „Wir sind stolz bis unters Dach, dass wir das Porzer Dreigestirn sein durften“, sagt er und wird samt seinen Mitstreitern bejubelt wie ein Popstar. (clm)