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Walderlebnispfad für KinderDer kleine Fuchs führt Familien durch den Wald von Gut Leidenhausen

3 min
Ein langer Baumstamm liegt am Weg. Darauf sind mehrere Tierfiguren befestigt; dahinter stehen eine Hecke und ein Wald. Daneben weist ein kleines Schild auf die Station hin.

Auf Abschnitten, die an einem langen Baumstamm markiert sind, lässt sich die Sprungweite von Frosch, Hase, Fuchs, Wildschwein und Hirsch entdecken.

Ein ehrenamtliches Team auf Gut Leidenhausen gestaltete Stationen eines kindgerechten Rundgangs, um schon den Kleinsten Spaß am Wald zu vermitteln.

Ein putziger kleiner Fuchs begleitet Kinder und ihre Eltern auf dem neuen Walderlebnispfad rund um Gut Leidenhausen. Das Porträt des pfiffigen Waldbewohners grüßt von der Infotafel auf der Wiese am Eingang zum Gut, wo der Weg zu den Stationen beschrieben ist, und an vielen der hübsch gestalteten Erlebnisorte. Anders als die Lehrpfade, die spannendes Waldwissen für Erwachsene und schon ältere Kinder vermitteln, setzt dieser Pfad auf Lernen durch Spaß. Auch ganz kleine Kinder, die noch nicht lesen können, erfahren etwas über die Bedeutung des Waldes und können die Natur mit neuen Augen sehen oder sie mit den eigenen Händen und Füßen begreifen.

Ein Team von zehn ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf dem Gut unter Federführung von Ingeborg Höschler hat seit drei Jahren die Ideen für den Erlebnispfad entwickelt und mit großem Engagement und Vergnügen stetig umgesetzt. Was kleine Kinder fasziniert, wissen die meisten der Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer aus der eigenen Familie und hatten deshalb Spaß daran, die Waldinformationen kindgerecht umzusetzen.

Helfer bauen Aussichtsempore fürs Hirschgehege

Unterstützung haben dabei die Initiatoren der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln, die Porzer Bürgerstiftung und mehrere Firmen geleistet, die Kolleginnen und Kollegen für die Vorarbeiten abgestellt haben. Ingeborg Höschler berichtet, dass die Helferinnen und Helfer von Ford, Arcadis, Charles River, Telonic, Deutz AG, der Stadt Köln und dem Technischen Hilfswerk mit großem Engagement bei der Sache waren. Baumstämme schleppen, Fundamente fertigen, stabile Fotorahmen bauen und eine kleine Aussichtsempore zur besseren Beobachtung der Hirsche im Gehege – all das ließ sich mit dieser Unterstützung verwirklichen.

Rainer Tresemer vom Team lobt auch den Einsatz von Dennis Remiger, der als Forstwirt bei der Stadt arbeitet und in seiner Freizeit mit der Motorsäge Holzskulpturen formt. Er hat die Ehrenamtler beispielsweise dabei unterstützt, Klimastämme für den Platz vor der Waldschule zu gestalten, auf denen die Kinder und auch die Erwachsenen eindrucksvoll erkennen können, welchen gewaltigen Beitrag Bäume zum Klimaschutz leisten.

Sieben Erwachsene stehen neben einer hohen, geschnitzten Holzfigur mit Gesicht und ausladenden Ästen. Im Hintergrund sind ein Zaun und ein grünes Gehege zu sehen.

Ein Team aus Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtlern verwirklichte die Stationen, die schon Familien mit kleinen Kindern für den Wald begeistern sollen.

Eher lustig geht es beim Baumhüter zu, einer aus einem Baumstamm samt wilder Frisur aus Zweigen geformten Skulptur, die Kinder zum Müllvermeiden und zum achtsamen Umgang mit der Natur ermuntert. Wer sich traut, kann eine Hand in den ausgehöhlten Mund der Skulptur stecken – und sich freuen, dass der Baumhüter bei klimaschützenden Kindern nicht zubeißt.

Es gibt einen Balancier-Baumstamm, Klanghölzer zum Experimentieren mit Tönen und an zwei Stellen schöne Fotorahmen, auf denen die Familie für Erinnerungsfotos mit Natur posieren kann. Ein Barfußpfad soll in der warmen Jahreszeit dazu ermuntern, einmal ohne Schuhe und Strümpfe die unterschiedlichen Sinneswahrnehmungen beim Laufen im Wald zu erfahren.

An der Tiersprung-Station können Kinder ihre Sprungkraft mit der von Waldbewohnern vergleichen. Dort hat Katharina Jansen, die auch den schlauen Fuchs und weitere zeichnerische Details für den Erlebnispfad beigesteuert hat, unterschiedliche Waldbewohner und ihre Sprungkünste visualisiert. Wie weit der Frosch einen Satz macht, das schaffen die Kinder und möglicherweise auch den Sprung eines Hasen. Aber so weit wie der Fuchs, das Wildschwein oder der Hirsch zu springen, das wird schon schwierig bis unmöglich.

Der Erlebnispfad wurde jetzt auf Einladung der Schutzgemeinschaft deutscher Wald bei einer kleinen Feier mit Helfern und Unterstützern der Öffentlichkeit übergeben. Die Ehrenamtler freuen sich auf viele Familien, die auf dem etwa fünf Kilometer langen Weg oder auf Teilabschnitten ihren Spaß am Entdecken haben. Das Team hätte auch noch Ideen zur Ergänzung des Pfades mit weiteren Stationen, wenn sich dafür eine Finanzierung finden lässt.