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Peta setzt Belohnung ausPolizei ermittelt nach Fund von angezündeter Taube in Köln-Poll

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Eine verletzte Taube liegt in einem gepolsterten Korb.

Desdemona Lange von der Porzer Tierrettung versuchte alles, um die verletzte Taube zu retten. Das Tier verbrachte die Nacht in einem ausgepolsterten Korb bei ihr.

Eine schwer verletzte Taube wurde in Köln-Poll gefunden. Das Tier wurde offenbar angezündet. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die Polizei ermittelt nach dem Fund einer schwer verletzten Taube in Köln-Poll. Das Tier, das den Erkenntnissen zufolge von Unbekannten angezündet wurde, ist mittlerweile verstorben.

Eine Mitarbeiterin der Porzer Tierrettung, Desdemona Lange, hatte das Tier bis zu seinem Tod gepflegt. Die Organisation hat nun bei der Polizei Anzeige erstattet.

Tierretterin aus Köln schildert schockierende Details

Ein Polizeisprecher bestätigte am Montag (26. Januar), dass am Sonntag eine Online-Anzeige eingegangen ist. „Wir haben die Ermittlungen aufgenommen“, erklärte der Pressesprecher. Für Hinweise hat die Tierrechtsorganisation Peta eine Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt.

Lisa Redegeld, eine Fachreferentin bei Peta, äußerte sich zu dem Vorfall: „Wer auch immer die Taube mutmaßlich angezündet hat, muss schnellstmöglich gefunden werden, bevor noch weitere Tiere oder Menschen zu Schaden kommen“. Sie fügte hinzu: „Es ist erschreckend, wie häufig derartige Übergriffe auf Tauben verübt werden. Fast täglich verzeichnen wir Fälle, bei denen die Vögel mit Luftdruckwaffen, Schrot oder Armbrustpfeilen beschossen, mit ätzenden Flüssigkeiten übergossen, getreten oder anderweitig misshandelt werden.“

Die Taube wurde am späten Dienstagabend (13. Januar) zu Desdemona Lange von der Porzer Tierrettung gebracht. Sie unternahm alles, um das verbrannte Tier zu retten.

„Mir wurde eine zerrupfte Taube angekündigt. Doch als ich den Karton öffnete, bekam ich den Schock meines Lebens. Sie war so verschmort... mehr tot als lebendig“, schilderte die Tierretterin.

Die verbrannten Federn einer Taube auf einer Decke.

Am Poller Fischerhaus wurde die Taube mit den verbrannten Federn am Dienstag (13. Januar) gefunden. Eine Finderin informierte die Tierrettung Köln-Porz.

Das Tier litt vermutlich an einer schweren Rauchvergiftung und stand unter Schock. Lange versorgte es mit Elektrolyten und lagerte den Kopf der Taube hoch, „damit die Lunge entlastet wird“. Als das Tier später Wasser in die Lunge bekam, positionierte sie den Kopf nach unten. „So haben wir die Nacht verbracht“, so die Tierretterin.

Obwohl die Taube die Nacht überlebte, atmete sie am nächsten Morgen immer langsamer und verstarb schließlich. „Wenigstens hatte sie es warm und kuschelig“, sagte Lange. Sie hatte das Tier in einem ausgepolsterten Wäschekorb neben ihr Bett gestellt, um jede Bewegung mitzubekommen.

„Hätte sie den Schock und die Rauchvergiftung überwunden, hätte sie gute Chancen gehabt“, äußerte die Tierretterin. Ihre Arbeit geht indes weiter, da sie sich um zahlreiche andere Patienten kümmert. „Ich nehme eigentlich maximal neun Tauben auf, aktuell sind es 15... Wir kriegen gerade überwiegend schwer verletzte Tauben rein. Bissverletzungen ohne Ende“, berichtete sie. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.