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Berufsforum in PorzPraxisnahe Einblicke bieten Firmen im Rathaus

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Ein großer Mann mit Glatze und einer mit Mütze und Brille halten zusammen ein Plakat hoch, das auf das Berufsforum in Porz hinweist.

Bürgeramtsleiter Guido Motter und Stephan Schwarzer vom Verein EigenArt laden Schülerinnen und Schüler zur 15. Berufsbörse Porz ins Bezirksrathaus ein.

25 Unternehmen und Betriebe präsentieren sich beim 15. Berufsforum Porz künftigen Schulabgängern. Viele Firmen nutzen die Chance, um  Nachwuchs zu werben.

Beim 15. Berufsforum Porz können  Schülerinnen und Schüler, Lehrende sowie interessierte Eltern am Freitag, 27. Februar, Einblicke ins echte Ausbildungs- und Berufsleben nehmen. Von 10 bis 13 Uhr warten im Bildungszentrum des Bezirksrathauses Porz, Friedrich-Ebert-Ufer 64-70,  25 Stände auf Jugendliche, die sich hier ein Bild über die Ausbildungssituation in den verschiedenen Betrieben machen können.

Kooperation mit dem Verein Eigenart, der Schule und Firmen vernetzt

Die Porzer Ausbildungsbörse ist eine Kooperationsveranstaltung des Bürgeramtes Porz und des Vereins Eigenart, Schirmherr ist Bezirksbürgermeister Lutz Tempel. In Porz sind diesmal mehr als 30 Aussteller vertreten, sagt  Stephan Schwarzer vom gemeinnützigen Verein Eigenart Porz. Der Verein leistet seit 2009 praktische Berufsvorbereitung an Schulen, filtert und kanalisiert  gemeinsam mit den Jugendlichen deren Interessen und Stärken schon vor dem Eintritt  in die Ausbildung.

Durch intensive persönliche Unterstützung in Unterrichtsmodulen und praktische Berufseinführung von der achten Klasse an soll vermieden werden, dass Jungen und Mädchen mit unrealistischen Vorstellungen in die Ausbildung starten und ihnen das Scheitern droht. Je wirklichkeitsnäher die Vorstellung vom Berufsleben schon vor Ausbildungsbeginn ist, desto unwahrscheinlicher wird ein vorzeitiger Abbruch der Ausbildung.

Berufsparcours in Köln-Porz bietet praxisnahe Einführungen

Die Arbeit in Elektrohandwerk,  Anlagenmechanik, Fahrzeughandwerk, Hoch-Tiefbau, Metallverarbeitung, diversen Industrie-Berufen, bei der Deutschen Post, Lidl, Deutz AG, großen Betrieben wie Igus oder Emons, in Gesundheitsberufen, bei der Polizei oder Bundeswehr, aber auch kleinen und mittleren Handwerksbetrieben wird auf lebendige Weise präsentiert. Bei einem Berufsparcours im Foyer sind praktische Einführungen geplant.  

Der Verein Eigenart arbeitet derzeit an acht Schulen in und um Porz, um Jugendliche ans Berufsleben heranzuführen. 37 Kurse sind im Angebot und werden im Zusammenspiel von externen Fachleuten und Lehrkräften organisiert. Als Teil des Unterrichts werden die Ergebnisse auch benotet. Nur die Schülerinnen und Schüler, die regelmäßig teilgenommen und gut mitgearbeitet haben, bekommen einen Berufswahlpass, der künftigen Ausbildungsbetrieben schon viel über die Zuverlässigkeit und Motivation der jungen Leute mitteilt.

Ein junger Mann hat eine Maske vor dem Gesicht und ein Schweißgerät in der Hand. Eine Arbeitsaktion wird mit den Geräten simuliert.

Schweißen wie in echt konnten Besucherinnenn und Besucher des Berufsforums Porz an diesem Simulator bei der Veranstaltung vor zwei Jahren.

Eigenart veranstaltet das Berufsforum in Kooperation mit dem Bürgeramt Porz, dessen Leiter Guido Motter den Erfolg der langjährigen Zusammenarbeit lobt: Statistiken zufolge hat sich die Zahl der Schulabgänger aus teilnehmenden Hauptschule, die in eine duale Ausbildung gehen, seit zehn Jahren verdoppelt. „Das Interesse der Betriebe an frühen Kontakten mit den Jugendlichen bei der Berufsbörse zeigt, wie wichtig die Hauptschulen sind“, sagt Motter. Es gelte, Perspektiven zu bieten - einerseits für die Jugendlichen, andererseits aber auch für Betriebe, die auf der Suche nach gutem Nachwuchs sind.

Das Interesse der Jungen und Mädchen aus dem Stadtbezirk, aber auch aus dem Umland und weiteren rechtsrheinischen Kölner Stadtteilen sei sehr groß, sagt Stephan Schwarzer und macht deutlich: „Vor allem diejenigen Jugendlichen, die in ihren Schulen zuvor gut auf das Angebot des Forums vorbereitet worden sind, profitieren vom Kennenlernen“. Besonders wichtig: Viele Informationen über die Arbeit und über die Betriebe bekommen die Schülerinnen und Schüler von Auszubildenden der jeweiligen Unternehmen.  Sie brennen für ihre Arbeit  und können den nur etwas Jüngeren manchmal besser als die Betriebsleitung vermitteln, worauf es ankommt.

Das Catering für  die Versorgung der Gäste übernimmt wieder die Schüler -Firma der Amos-Comenius-Schule, die vorlebt, welchen Erfolg die Übernahme von  Verantwortung bringen kann. Der Eintritt zum Berufsforum ist frei.