Betreiberin stolzKölner Spielwarengeschäft als „Lieblingsladen“ in NRW ausgezeichnet

Lesezeit 3 Minuten
Eine Frau steht in Mitten von Spielzeug.

Marlis Weisser, Inhaberin des Spielzeugladens „Spielinsel“, in ihrem Geschäft in Porz-Zündorf.

Die „Spielinsel“ in Porz-Zündorf ist ausgezeichnet worden. Seit zwölf Jahren betreibt Marlis Weisser das Spielzeuggeschäft.

Marlis Weisser ist stolz. Ihr Spielzeugladen in Zündorf ist zum „Lieblingsladen 2023“ in ganz NRW gewählt worden. Bei der diesjährigen bundesweiten Mitmach-Aktion der Kampagne „Deutschland kauf lokal“ haben viele Kundinnen und Kunden für den Laden an der Schmittgasse gestimmt. Für jedes Bundesland gab es eine Gewinnerin oder einen Gewinner. Die „Spielinsel“ hat sich in NRW gegenüber über 100 weiteren Geschäften durchgesetzt. 

Sehr zur Freude von Marlis Weisser. Sie ist in Zündorf und Umgebung bekannt, besonders bei den Kindern. Vielleicht nicht wirklich mit Namen, aber die Kinder können sie sehr wohl zuordnen: „Das ist doch die Frau aus dem Spielzeugladen.“

Spielzeug auf 100 Quadratmetern in Porz-Zündorf

Der heißt „Spielinsel“ und es gibt ihn seit zwölf Jahren. Auf 100 Quadratmetern gibt es hier vieles, was das Kinderherz begehrt. Vom Stofftier über Figuren bis hin zu Brettspielen reicht die Angebotspalette. Die Brett- oder Familienspiele sind Marlis Weisser am liebsten. „Wenn die Leute an einem Tisch sitzen und zusammen ein Spiel spielen, ist das wunderbar“, sagt sie.  

Frau vor dem Spielwarenregal

Marlis Weisser kommt aus dem Einzelhandel.

Die 59-Jährige kommt eigentlich aus der Modebranche, war im Einkauf tätig. „Ich habe weltweit Accessoires eingekauft.“ Dann kündigte sich Nachwuchs an. Als der auf der Welt war, wollte Weisser nicht ausschließlich Hausfrau und Mutter sein, „auch wenn das schön ist“. Mit dem eigenen Nachwuchs lag es nahe, etwas mit Spielzeug zu machen. „Von zu Hause aus habe ich online Holzspielzeug verkauft“, erzählt Weisser. Wenn der Sohnemann schlief, wurden die Päckchen verpackt. „Doch wenn man wie ich aus dem Einzelhandel kommt, dann muss man zurück in den Einzelhandel“, sagt die 59-Jährige. Der direkte Kontakt zu den Menschen sei eben durch nichts zu ersetzen. 

Persönliche Beratung ist ein Pluspunkt der Zündorfer „Spielinsel“

Schon früher hat es an dem Standort der „Spielinsel“ ein Spielzeuggeschäft gegeben. Dass Weisser diese Tradition weiterführen wird, habe dem Vermieter gefallen. Zunächst war der Laden 70 Quadratmeter groß. „Vor fünf Jahren haben wir angebaut.“ Jetzt sind es 100 Quadratmeter, auf denen Kundinnen und Kunden – egal ob jung oder alt – in Ruhe stöbern und sich auf Wunsch beraten lassen können. Letzteres sei es das, was ihr und den fünf Mitarbeitern Spaß mache. Und was Kundinnen und Kunden wohl zu schätzen wissen, die trotz der Angebote der Online-Riesen ins Geschäft kommen. Sonst hätten vielleicht nicht so viele bei der Mitmach-Aktion für den Laden in Zündorf abgestimmt.  

Die Kampagne „Deutschland kauf lokal“ wurde 2020 ins Leben gerufen. Das Ziel: Das öffentliche Bewusstsein für die Bedeutung des lokalen Einzelhandels zu stärken, so Nina Propach von „kauf lokal“. Die Kernbotschaft: Jede und jeder Einzelne kann mit dem eignen Einkaufsverhalten einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, das „Aussterben“ der Innenstädte zu stoppen und die lokale Kauf-Kultur neu zu beleben. Zusammen mit Christin Götzke hat Nina Propach Marlis Weisser den Preis überreicht.

Nachtmodus
KStA abonnieren