Nach fünf Jahren hört die Förderung der Quartiersarbeit im Kölner Süden auf, nicht aber das Engagement und der Zusammenhalt.
Projekt endet – Engagement bleibtQuartiersarbeit im Kölner Süden zieht nach fünf Jahren Bilanz

„Unser Veedel ist bunt“ lautet das Motto der Quartiersentwicklung im Kölner Süden.
Copyright: Diakonie Michaelshoven
Wie bekommen wir es hin, die einzelnen Akteure im Veedel zu vernetzen? Ob Gesamtschule, Kita, Bürgerverein, Diakonie Michaelshoven, oder den Verein Treffpunkt X – am Anfang kannte niemand irgendwen. Initiiert durch die Diakonie Michaelshoven und gefördert von der Deutschen Fernsehlotterie, verfolgte die Quartiersentwicklung, mit Quartiersmanagerin Madeleine Rüsche, von Beginn an das Ziel, ein starkes Netzwerk aus Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Initiativen und Institutionen aufzubauen.

Die Akteure der Quartiersentwicklung
Copyright: Diakonie Michaelshoven
Mit einer gemeinsamen Feier blickte die „Quartiersarbeit im Kölner Süden“ auf diese fünf Jahre zurück. Seit dem Projektstart im Frühjahr 2021 hat sich das Veedel zu einem lebendigeren, inklusiven und generationsübergreifenden Lebensraum entwickelt, in dem Gemeinschaft und Engagement gelebt werden. Bereits die Auftaktveranstaltung im August 2021 machte deutlich, wie groß das Interesse im Stadtteil ist: Rund 65 Teilnehmende kamen, trotz Coronabedingungen zusammen, um im Rahmen einer World-Café-Methode ihre Wünsche und Bedarfe einzubringen. Dieser Auftakt legte den Grundstein für eine intensive Beteiligungskultur, die bis heute das Herzstück der Quartiersarbeit bildet.
Es folgten zahlreiche Veranstaltungen, Beteiligungsformate und gemeinschaftliche Aktionen, etwa ein regelmäßig stattfindendes Nachbarschaftscafé, Klima- und Nachhaltigkeitsaktionen, Veedelsfeste, Advents- und Bastelangebote, sowie inklusive außerschulische Bildungs- und Freizeitangebote. Auch neue Formate wie der Kochkurs „Topf-Secret“ oder gemeinsame Rikschafahrten durch das Veedel stärken den Austausch. Ferner konnten nachhaltige Arbeitsgruppen, Netzwerke und Kooperationen mit Schulen, Vereinen und lokalen Initiativen aufgebaut werden, die über die Projektlaufzeit hinaus bestehen bleiben.
„Die entstandenen Netzwerke, Aktivitäten und Impulse werden das Veedel langfristig prägen und weiterwachsen lassen“, sagte Rüsche zum Abschied, weil die Förderung endet. Nicht aber das Engagement. Die geschaffenen Strukturen und das Engagement vor Ort sollen bleiben. „Es könnte heißen: Danke, das war’s. Wenn das so wäre, hätten wir unser Ziel von damals richtig verfehlt. Diese Strukturen sollen weiterleben. Wir werden sie ehrenamtlich weiter fortführen“, betonte der Geschäftsführer der Diakonie, Uwe Ufer. “
