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Fehlendes VerkehrskonzeptZwei neue Schulen entstehen auf dem Sürther Feld in Köln

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Für die Schulen auf  dem Sürther Feld erwarten die Bezirkspolitiker ein Verkehrskonzept. 

Rodenkirchen – Zwei Schulen gehen nach den kommenden Sommerferien zum Schuljahr 2022/2023 an den Start. Sowohl die Offene Schule Köln als auch die Ernst-Moritz-Arndt-Grundschule nehmen dann auf dem Sürther Feld ihren Betrieb auf. Angesiedelt ist hier bereits seit 50 Jahren die Gesamtschule Rodenkirchen mit derzeit rund 1400 Schülerinnen und Schülern.

Mit Inbetriebnahme der beiden weiteren Schulen kommen neben rund 1150 weiteren Schülerinnen und Schülern sowie das entsprechende Lehr- und Verwaltungspersonal hinzu. Bereits jetzt ist die Verkehrslage zu den Stoßzeiten rund um die Kreuzung Sürther und Kölnstraße, Wattigniestraße und der Straße Auf dem Klemberg angespannt.

Eltern im Kölner Süden sind besorgt

Wie soll das werden, wenn sich hier täglich weitere über eintausend Schülerinnen und Schüler auf den Weg machen? Diese Frage beschäftigte die Bezirksvertreterinnen und -vertreter in Rodenkirchen erneut auf ihrer letzten Sitzung des Jahres. Die Forderung, ein entsprechendes Verkehrskonzept vorzulegen, liegt bereits seit März auf dem Tisch.

Mit Nachdruck ist die Verwaltung jetzt aufgefordert, zügig einen Maßnahmenkatalog vorzustellen. Dem Antrag von Bündnis 90/Die Grünen konnten alle anwesenden Fraktionen einstimmig folgen.

„Die Sicherheit des dort zu erwartenden zusätzlichen Schülerverkehrs hat absolute Priorität und muss bis zum Zeitpunkt der Schulöffnungen sichergestellt sein. Insbesondere die Eltern der Schülerinnen und Schüler sind sehr besorgt“, erklärt Fraktionszweite Inga Krautz von den Grünen.

Tempo 30 und Schulbus sind für Sürther Feld im Gespräch

Gefordert wird vor allem die Einrichtung von Tempo 30 auf der Sürther Straße im Abschnitt zwischen dem Neuen Rodenkirchener Friedhof und der Kreuzung „Am Feldrain“. Außerdem schlagen die Lokalpolitikerinnen und -politiker einen parallelen Radweg hinter den Schulen vor, um dem steigenden Radverkehr gerecht zu werden. Dieser soll die Straße „Am Feldrain“ queren. Die Mitglieder der Bezirksvertretung können sich auch einen provisorischen Kreisverkehr vorstellen, der die Verkehrsgeschwindigkeit an der Kreuzung „Am Feldrain“/ „Sürther Feldallee“, reduzieren könnte.

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Ein weiteres Problem, nebst Rad- und Fußverkehr, ist die schlechte Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz. Auch hier muss nach Ansicht der Grünen nachgebessert werden, um den „Bring- und Holdienst der Eltern“ mit dem eigenen Fahrzeug zu reduzieren. Die einstimmig angenommene Idee: Ein Schulbus in den Morgen- und Nachmittagsstunden zwischen Bahnhof Rodenkirchen und Bahnhof Sürth könnte helfen. Außerdem sind die Kölner Verkehrsbetriebe aufgefordert, zu prüfen, ob die Buslinie 130 ausgeweitet werden kann. Insbesondere wurde der Antrag mit einem Auftrag an die KVB ergänzt, eine Haltestelle am Nebeneingang der Gesamtschule Rodenkirchen auf der Eygelshovener Straße zu prüfen.