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Nach Schulbrand in Ehrenfeld
Dachstuhl muss entfernt werden – Unterricht nicht möglich

Lesezeit 3 Minuten
26 Foto Borisgstraße Dach 1

Der Dachstuhl der Schule, mit einer Drohne fotografiert

Köln-Ehrenfeld – Nach dem Brand des Schulgebäudes in der Borsigstraße am 22. November, hat die Stadt Köln nun eine erste Schadensbilanz gezogen. Aus dieser geht hervor, dass das Gebäude zukünftig „nur sehr eingeschränkt für den Schulbetrieb nutzbar sein” wird. In dem Gebäude befinden sich sowohl die Gemeinschaftsgrundschule Astrid-Lindgren als auch das Interimsquartier für die Klassenstufen 7 und 8 der Helios-Gesamtschule.

Räume von Kölner Schule nicht mehr für Unterricht geeignet

Beide Schulen, so die Stadt, werden auf absehbare Zeit nicht in ihre Räumlichkeiten zurückkehren können. Besonders in dem Gebäudeteil, der derzeit von der Helios-Schule genutzt wird, hat der Großbrand im Dachstuhl erhebliche Schäden hinterlassen. Diese sind so gravierend, dass eine generelle Instandsetzung aller Geschosse erforderlich ist. Obwohl der angrenzende Teil der GGS Astrid-Lindgren weniger stark von den Flammen in Mitleidenschaft gezogen wurde, sind auch in diesem „Brandschäden sowie Feuchtigkeitsschäden durch Löschwasser” festgestellt worden. Beide Gebäudeteile werden nun instandgesetzt. Dafür wird in einem ersten Arbeitsschritt die obere Geschossdecke von verbrannten und durchweichten Balken sowie Schieferschindeln befreit.

Im Anschluss werden dann weitere Prüfungen der darunterliegenden Geschossdecken durchgeführt, in deren Rahmen Sachverständige die Statik des Gebäudes kontrollieren. Auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse soll dann ein Zeit-Maßnahmen-Plan entwickelt werden, in dem weitere Arbeitsschritte geplant und aufgestellt werden. Aktuell steht aber bereits fest, dass der von der Helios-Schule genutzte Gebäudeteil und die Haustechnik geordnet zurückgebaut und saniert werden sollen. Dadurch sollen auch eine Verschlechterung der Luftqualität und das Entstehen von Schimmel vermieden werden.

Ausweichquartier am Wasseramselweg

Für die Schüler hat die Stadt Köln nun Ausweichräume gefunden: Ab dem 1. Februar 2022 sollen die betroffenen Klassen der Helios-Schule in die Gesamtschule am Vogelsanger Wasseramselweg einziehen. 

Wie die Stadt weiter mitteilt, werde die aktuelle Situation in regelmäßigen Runden gemeinsam mit den Schulleitungen, der Unteren Schulaufsicht und der Bezirksregierung erörtert. Bei diesen Runden gehe es neben den Planungen für Ausweichquartiere auch um die akuten Bedarfe der Schulen: „Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern in den schweren Zeiten der Pandemie so schnell wie möglich Räume zur Verfügung zu stellen und damit ihre Alltagsstruktur sicherzustellen”, so die Stadt.

Vierte Klasse zieht in die Kölner Platenstraße

Aktuell findet der Unterricht für die Klassenstufen 1 bis 3 der GGS Astrid-Lindgren weiterhin in der Borsigstraße statt, die 4. Klassen werden in Räumen der Grundschule in der Platenstraße untergebracht. Während für die Grundschüler bereits in der kommenden Woche der Präsenzunterricht wieder aufgenommen werden soll, werden die Gesamtschüler der Helios-Schule zunächst im Wechselunterricht beschult werden.

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Die GGS Astrid-Lindgren wird für den Präsenzunterricht jedoch die Sporthalle in einen Klassenraum umfunktioniert müssen, sodass die Halle bis Ende Januar 2022 nicht für die Nutzung durch Sportvereine zur Verfügung stehen kann.

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Parallel dazu bleibt die Borsigstraße für den Autoverkehr gesperrt, auch der Bürgersteig auf der Seite des Schulgebäudes ist nicht begehbar. Das ist notwendig, da noch immer Teile des verbrannten Dachstuhl hinabstürzen könnten. Die Stadt Köln entwickelt indes ein Konzept, das für die Dauer der Instandsetzung den Verkehr lenken soll.

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