„Schule ist Zukunft“FC-Präsident Wolf besucht Schule Kunterbunt in Vogelsang

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Köln – „Es wird immer viel von Digitalisierung geredet, aber hier wird sie gemacht“, sagt FC-Präsident Werner Wolf beim Besuch in der inklusiven Grundschule Kunterbunt in Vogelsang. Die Stiftung des 1. FC Köln finanziert Programmierkurse, die im Rahmen der Initiative „Schule ist Zukunft“ vom „Kölner Stadt-Anzeiger“ vermittelt worden sind.

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Durchgeführt wird die kreative Technikvermittlung von dem Unternehmen codiviti education. Irena von Boxberg und ihre Kolleginnen zeigen Grundschulkindern, wie sogenannte Dash-Roboter mit Hilfe von Tablets programmiert und somit durch einen in der Turnhalle aufgebauten Parcours mit Verkehrsschildern navigiert werden können. Dabei lösen sie alltägliche Probleme des Straßenverkehrs.

„Wir wollen zur Eisdiele“, sagt der neunjährige Sepan. In Zweiergruppen sollen die Kinder den Roboter durch den Straßenverkehr manövrieren. Zusammen mit dem zehnjährigen Amari tippt Sepan zielsicher auf das Ipad, um den kleinen Roboter in Bewegung zu setzen. Dafür müssen in einer App Puzzleteile ineinandergeschoben werden, um die Route des Roboters festzulegen. Nach erfolgreich programmiertem Rundgang, erhalten alle Kinder ihren Roboterführerschein. „Das macht richtig Bock", sagt Sepan freudestrahlend.

Strukturschwache Schulen sind auf Hilfe angewiesen

Auch Schulleiter Jan Hallensleben ist begeistert von dem Angebot: „Verkehrserziehung machen wir schon immer, aber in Verbindung mit der Digitalisierung ist das einfach großartig.“ Vor allem für strukturschwache Schulen ist ein solches Angebot von allein nicht zu stemmen. Während sich mancherorts der Elternrat um die Finanzierung solcher externer Angebote kümmert, sind Einrichtungen in sozialen Brennpunkten auf fremde Hilfe angewiesen.

Der FC hilft da gern. „Es macht unglaublichen Spaß die Begeisterung der Kinder zu sehen", sagt Werner Wolf. Rund 17.000 Euro hat die Stiftung des Vereins für das Programmierprojekt an Schulen bereitgestellt. Bildung sei ein Schwerpunkt der Stiftungsarbeit des Klubs. „Wir haben sofort gesagt: machen wir“, berichtet der Vorsitzende der Stiftung Claus Dillenburger. Zu sehen, wie dankbar die Kinder sind, sei das beste Feedback für die Arbeit der Stiftung.

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Irena von Boxberg und ihr Team von codiviti education veranstalten solche Technikkurse inzwischen in 20 Klassen an acht Schulen. Die Dash-Roboter bringen sie mit, auch Tablets können bei Bedarf von codiviti gestellt werden. Außer an Kölner Schulen unterrichten sie das Programmieren auch in Bergheim, dem Oberbergischen Kreis und Schleiden in der Eifel.

Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Kunterbunt hatten sichtlich Spaß bei der Technikvermittlung. „Machen wir das jetzt jeden Montag?“, fragt Sepan am Ende des Kurses. Auf die Frage, wie es den Kindern gefallen hat, gehen alle Daumen in der Turnhalle nach oben. Wenn es nach den Kindern geht, darf in Zukunft also gerne öfter programmiert werden.

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