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Umfrage unter Kölner ElternMehr als ein Drittel will zurück zur Maskenpflicht

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Umfrage-Maskenpflicht

Infektionsfälle an Schulen steigen stark.

Köln – Die Kölner Eltern sind beim Thema Maskenpflicht gespalten. Mehr als ein Drittel der Eltern hätte sich ein Festhalten an der Maskenpflicht am Sitzplatz gewünscht. 59 Prozent der Befragten begrüßten die Entscheidung der Landesregierung, die Maskenpflicht auszusetzen.

as hat die Stadtschulpflegschaft in einer Blitzumfrage innerhalb der Kölner Elternschaft ermittelt. An der Umfrage nahmen trotz der kurzen Laufzeit von nur einigen Tagen 14.000 Eltern teil. Das entspricht einem Anteil von zehn Prozent aller Eltern mit schulpflichtigen Kindern in Köln. Einig waren sich alle Eltern darin, dass der Präsenzunterricht auch bei steigenden Infektionszahlen aufrechtzuerhalten sei.

Sorge vor psychischem Druck in den Klassen

Etwa 90 Prozent der Eltern mit Kindern ab zwölf Jahren, die den Verzicht auf die Maskenpflicht kritisch sehen, gaben an, dass ihre Kinder bereits einmal, vollständig oder bald geimpft werden. Etwa 40 Prozent der Eltern, die das Aus der Maskenpflicht begrüßen, gaben an, dass ihr Kind nicht geimpft ist und auch nicht geimpft werden wird.

Nach Angaben der Stadtschulpflegschaft haben viele Eltern Sorge, dass Kinder sich innerhalb der Klasse unter Druck gesetzt fühlen könnten, weil ja jeder für sich entscheiden muss, ob er die Maske trägt oder nicht. Oberstes Ziel müsse es sein, mit dieser Situation nach dem Motto „Jeder Jeck ist anders“ umzugehen und keine Spannung unter den Schülerinnen und Schülern zuzulassen. Der Krisenstab der Stadt weist darauf hin, dass ausdrücklich begrüßt werde, dass jedes Kind auch freiwillig weiter Maske tragen könne.

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Schuldezernent Robert Voigtsberger sagte, er habe großes Verständnis dafür, wenn Schülerinnen und Schüler sich dafür entscheiden, um sich und andere zu schützen. Gleichzeitig reduzierten sie so das Risiko, „dass bei einem positiven Fall wieder große Gruppen unter Quarantäne gestellt werden.“

Seit dem Ende der Maskenpflicht am 2. November steigt die Zahl der Infektionsfälle an den Schulen in Köln massiv an: Lag die Zahl der aktuellen Corona-Fälle am vergangenen Dienstag bei 510, so sind es genau eine Woche später bereits 846 Fälle. Zusätzlich dazu sind 979 Schülerinnen und Schüler in Quarantäne.

Viele positive Pool-Tests an Grundschulen

Hinzu kommt, dass vor allem an Grundschulen in großer Zahl ganze Klassen nach Hause geschickt werden, wenn der Pool beim Lolli-Test positiv ist. Ist das der Fall, müssen alle Schülerinnen und Schüler der Gruppe zu Hause bleiben und am nächsten Tag einen Einzel-PCR-Test machen, um herauszufinden, wer in dem Pool positiv war. Erst wenn ein negatives Einzelergebnis vorliegt, dürfen sie wieder zur Schule gehen. In einer Kölner Grundschule betraf das zuletzt allein an einem einzigen Tag vier Klassen. Aufgrund der zunehmend hohen Auslastung der Labore erhöhen sich schon jetzt die Wartezeiten auf das Ergebnis.