Der Haushaltsausschuss des Bundestages beschließt: auch die Prälat-Ludwig-Wolker-Bezirkssportanlage in Ehrenfeld bekommt Gelder aus dem Fördertopf.
„Sportmilliarde“ des BundesZwei Kölner Projekte erhalten Förderung – Rettung für das Waldbad Dünnwald

Für die Sanierung des Waldbades Dünnwald sollen gut 3,8 Millionen Euro aus der „Sportmilliarde“ des Bundes nach Köln fließen.
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Gute Nachrichten für Köln aus Berlin: Der Haushaltsausschuss des Bundes hat am Mittwoch zwei Kölner Projekte bei der Vergabe von Mitteln aus der so genannten „Sportmilliarde“ berücksichtigt. Für die Sanierung des Waldbades Dünnwald werden gut 3,9 Millionen Euro gezahlt. Zudem gibt es 607.500 Euro für den Ausbau der Prälat-Ludwig-Wolker-Bezirkssportanlage in Ehrenfeld. Insgesamt hatte die Stadt Anfang des Jahres ihr Interesse an einer Förderung für elf Projekte in Köln mit prognostizierten Gesamtkosten von zusammen rund 30 Millionen Euro bekundet.
Die Gesamtkosten für einen Ersatzneubau des Beckens und eine Generalsanierung im Waldbad Dünnwald werden auf knapp 8,5 Millionen Euro geschätzt. Vor allem die Kölner Bundestagsabgeordneten der SPD hatten in Berlin für einen Zuschlag für dieses Projekt geworben. „Wir haben uns gemeinsam dafür eingesetzt, diesen wichtigen Erfolg für den Kölner Sport zu erreichen“, sagte am Mittwoch Sanae Abdi: „Das Waldbad ist für die Kölnerinnen und Kölner und insbesondere für die Kinder im Rechtsrheinischen eine wichtige Institution – ein Ort der Teilhabe und Sommererinnerungen.“ Die Gründung des Waldbads in Dünnwald 1923 gehe auf das „Freie Ortskartell Dünnwald“ zurück, federführend sei der Sozialdemokrat und Gewerkschafter Peter Baum gewesen.
Kölner SPD feiert die Förderzusage des Bundes
Karl Lauterbach verweist darauf, dass das Dünnwalder Waldbad mit dem angrenzenden Campingplatz „eine lebendige Kultur- und Begegnungsstätte mit einem vielfältigen Programm für Jung und Alt“ sei. Besonders beeindrucke ihn „das große ehrenamtliche Engagement des Fördervereins“. Und Rolf Mützenich äußert sich lobend über Kölns seit dem vergangenen November amtierenden Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD): Es sei ein starkes Signal, dass die Stadt Köln unter ihm die Chance auf Fördergelder aktiv nutze.
Im vergangenen Herbst hatte Bundesbauministerin Verena Hubertz bekannt gegeben, dass in einer ersten Runde Bundesmittel in Höhe von 333 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität für die Sanierung der Sportinfrastruktur im Land zur Verfügung stehen. Bis zum 15. Januar konnten Kommunen ihre Interessensbekundungen einreichen. Die Stadt Köln hatte es damals gerade geschafft, diese Frist einzuhalten.
Insgesamt will die Bundesregierung den Kommunen in der laufenden Legislaturperiode mit einer Milliarde Euro bei der Instandhaltung ihrer Sportstätten unter die Arme greifen. In einer zweiten Runde können sich Kommunen bis zum 19. Juni für eine Förderung zur Sanierung kommunaler Schwimmbäder bewerben, 250 Millionen Euro hat der Bund dafür bereitgestellt. Den höchsten Bedarf gibt es hier aktuell beim maroden Agrippabad in der Kölner Innenstadt. Der Sportausschussvorsitzende Oliver Seeck (SPD) sagte am Mittwoch: „Die Sicherung und Stärkung von Wasserflächen ist eine der zentralen Herausforderungen für den Sport und die Bildungslandschaft in Köln.“
