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Stephan NeuhoffFeuerwehr-Chef geht in Ruhestand

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24 Jahre Chef der Kölner Feuerwehr und ab März 2014 in Pension: Stephan Neuhoff.

Köln – Überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft, Belastbarkeit und Durchsetzungsfähigkeit. Mehrjährige Berufs- und Einsatzerfahrung in der Leitung einer Berufsfeuerwehr. Ein abgeschlossenes Hochschulstudium. Die Anforderungen an den neuen Chef der Kölner Berufsfeuerwehr sind hoch. Und noch etwas sollte der oder die Neue mitbringen: die Besonnenheit, Ruhe und Professionalität, mit der Stephan Neuhoff das Amt in den letzten 24 Jahren ausgefüllt hat. Ende Februar endet eine Ära bei den Kölner Brandbekämpfern: Neuhoff geht in Ruhestand.

„Der Neue muss in große Fußstapfen treten“, weiß Stadtprecher Gregor Timmer. Das Bedauern sei allenthalben groß, dass „so ein herausragender Mann“ wie Neuhoff in Pension gehen muss. Mit 61 Jahren ist Schluss. Dabei ist Neuhoff sogar freiwillig länger im Amt geblieben, hatte nochmals um 18 Monate verlängert. Zum 1. März 2014 ist die Stelle für den Nachfolger ausgeschrieben. Dass es wieder ein Mann wird, gilt als wahrscheinlich. In der Männerdomäne Feuerwehr gibt es auch 2013 nur wenige Frauen in Führungspositionen.

Beliebt bei den Kollegen

Stephan Neuhoff, der zur Zeit im Urlaub weilt, ist beliebt unter den fast 1100 Kölner Feuerwehrleuten. In Fachkreisen zählt er zu den renommiertesten Brandbekämpfern in Deutschland. Die Kölner haben Neuhoff als erfahrenen Krisenmanager schätzen gelernt: In den turbulenten Tagen nach dem Einsturz des Stadtarchivs 2009 war der studierte Diplomingenieur quasi im Dauereinsatz, eilte von Lagebesprechung zu Lagebesprechung und stand den Journalisten immer wieder Rede und Antwort. Dabei gelang es ihm, komplexe Zusammenhänge sachlich und ruhig so zu erklären, dass jeder sie verstehen konnte.

Neuhoff sammelte viele Sympathiepunkte: Auf einer Bürgerversammlung zu dem Unglück war Neuhoff der einzige Vertreter der Stadt der mit Applaus empfangen wurde. Wohl auch, weil ihm die Ereignisse spürbar nahe gingen: „Zu wissen, dass da womöglich zwei Menschen unter den Trümmern liegen, das belastet mich schon“, hatte er bekannt.

Elf Kinder

In fast zweieinhalb Jahrzehnten an der Spitze der Kölner Brandbekämpfer hat Neuhoff viel erlebt. In seine Amtszeit fielen zwei schwere Hochwasser 1993 und 1995, der Großbrand bei Ineos in Worringen und die Havarie des Containerschiffs Excelsior 2007.

Was ihm im Beruf nie widerfahren ist, ließ sich im Privatleben nicht immer vermeiden – dass der gebürtige Kölner bei sieben Söhnen und vier Töchtern auch mal den Überblick verliert. „Einmal sind wir aus der Pizzeria gegangen und haben nicht gemerkt, dass noch einer auf dem Klo saß“, erzählte seine Ehefrau Ingeborg einmal. Für Ausfahrten in der Familienkutsche mussten die Neuhoffs vor Jahren ihren Ford Transit umbauen. Nur dank einer Sondergenehmigung benötigen die Eltern keinen Busführerschein.