Unbekannte zerstören in Köln mutwillig Bäume. Der Schaden liegt bei über 11.000 Euro, die Stadt hat Anzeige erstattet.
Serie von VandalismusUnbekannte zerstören Bäume in Köln – Schaden über 11.000 Euro

Im Rheinpark haben Unbekannte versucht, eine rund 75 Jahre alte kanadische Holz-Pappel anzuzünden.
Copyright: Mustafa Ali Akgün / Stadt Köln
In vier Kölner Stadtteilen haben Täter Bäume beschädigt. Die Verwaltung beziffert die Kosten und hat rechtliche Schritte eingeleitet.
In den letzten Wochen wurden in vier Kölner Stadtteilen gesunde Bäume durch Unbekannte mutwillig zerstört.
Vorfälle in Holweide, Esch, Deutz und Chorweiler
Die Verwaltung der Stadt Köln beziffert den gesamten Schaden auf 11.250 Euro. In sämtlichen Fällen wurde Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet.
Die Vorfallsserie begann in Holweide. Am 28. Juni, einem Sonntag, wurde von Mitarbeitern im Gartenlabor am Schlagbaumsweg (Stadtbezirk Mülheim) festgestellt, dass zwei Jungbäume vernichtet wurden. Ein Baum war abgesägt, ein weiterer wurde gewaltsam geknickt und abgebrochen. Schaden allein hier: 4000 Euro.
Kurz darauf, nur etwa eine Woche später, ereignete sich ein weiterer Fall am Pescher See. In der Grünfläche hinter der Fröbelstraße wurde ein gesunder Baum am Stammansatz ringsum eingesägt oder die Rinde mit einem scharfen Gegenstand entfernt. Die Verletzungen waren so gravierend, dass das Gewächs inzwischen vollständig abgestorben ist und beseitigt werden muss. Kostenpunkt: 3000 Euro.
Ein Vorfall im Rheinpark war besonders gravierend. Dort legten Unbekannte Feuer in der Stammhöhlung einer kanadischen Holz-Pappel, die ein Alter von rund 75 Jahren hat. Derselbe Baum war bereits 2023 Ziel eines Brandanschlags geworden. Nachdem Löschversuche von Mitarbeitern scheiterten, musste die Feuerwehr eingreifen. Schaden: 1500 Euro.

Am Pescher See wurde dieser Baum am Stammfuß rundherum angesägt.
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Auch ein Spielplatz war betroffen: Am Leineweg Ost in Chorweiler wurde bei einem gesunden Baum die Rinde vom Stammfuß bis auf eine Höhe von ungefähr 1,50 Meter abgeschält. Erste Anzeichen der Schädigung waren schon im Februar erkennbar. Inzwischen ist der rund 30 Jahre alte Baum abgestorben, wird als verkehrsgefährdend eingestuft und muss beseitigt werden. Schaden: 2750 Euro.
Für alle vier Taten hat die städtische Verwaltung Strafanzeige erstattet. (mt)