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„Verantwortung übernehmen“13 Kölner Unternehmerinnen wollen Mädchen unterstützen

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Die Initiative Facettenreich besteht aus derzeit 13 Kölner Unternehmerinnen.

Köln – Mädchen und Frauen erfahren in vielen Lebensbereichen immer noch Ungerechtigkeiten, ob in ihrer eigenen Familie, in der Schule oder im Beruf. Deshalb hat die Kölner Unternehmerin Anett Ahlefeld ein Netzwerk für Frauen gegründet, das Mädchen unterstützen soll. Mit dem Zusammenschluss „Facettenreich“, dem aktuell 13 Frauen angehören, sollen künftig Gelder an soziale Projekte fließen.

Den Anfang machten die Unternehmerinnen kürzlich mit einer Veranstaltung, wo sich „alle Facetten“ zum zweiten Mal seit Gründung getroffen haben: Neben Networking sammelten sie rund 2000 Euro für die Kölner Organisation Lobby für Mädchen, die benachteiligten Mädchen und jungen Frauen zur Seite steht. Prominenten Beistand erhielten die Frauen von Hedwig Neven DuMont, die die Schirmherrschaft über das Netzwerk übernehmen möchte. „Es geht hier um Mädchen und Frauen, denen es miserabel geht. Und diese Frauen wollen aufrichtig helfen, das unterstütze ich gern“, so Neven DuMont.

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Kölner Unternehmerin will Vorbild für Mädchen sein

Den Unternehmerinnen ist es wichtig, als Vorbilder zu dienen: Sie kommen aus unterschiedlichen Branchen und haben es „geschafft“: „Wir sind ein bunt gemischter Haufen: Wir haben eine Kieferchirurgin, eine Golfclubbesitzerin, jemanden aus dem Kunstbereich. Jeder kann Mitglied werden, auch Männer“, erzählt Ahlefeld, die vor der Pandemie erstmals die Idee für ein Netzwerk hatte. Die 52-Jährige ist Inhaberin des Einrichtungshaus Smow am Waidmarkt. Nach ihrer Ausbildung zur Industriekauffrau arbeitete sie ein paar Jahre im Export und ist dann in die Möbelbranche gewechselt. Sie war 15 Jahre bei der Schweizer Firma Vitra, bevor sie sich 2013 mit eigenen Büromöbeln und einem Geschäftspartner selbständig gemacht hat - ein gelungener Lebenslauf. Dabei war auch in ihrer Kindheit nicht alles einfach. „Ich bin Scheidungskind, meine Mutter Spanierin, mein Vater Deutscher. Ich war nie so wie die anderen Kinder“, erzählt die 52-Jährige.

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Anett Ahlefeld ist Inhaberin von „Smow“ am Waidmarkt. Sie hatte die Idee zum Netzwerk Facettenreich.

Rassismus-Erfahrung als Kind mit Migrationshintergrund in den 70ern

Eine Situation habe sich in ihre Erinnerung eingebrannt: „Meine Mutter sprach nicht gut deutsch, ich musste viel übersetzen. Als ich mit ihr mit dem Zug nach Spanien gefahren bin, saßen uns zwei Frauen gegenüber. Meine Mutter bot ihnen etwas zu essen an, sie wollten es nicht.“ Unwissend, dass das Kind vor ihnen sie verstehen konnte, hätten sie gesagt: „Von der nehme ich doch nichts an.“

In den 1970ern ein Kind mit Migrationskind zu sein, sei weder selbstverständlich noch immer einfach gewesen. Dennoch sei sie selbstbewusst durchs Leben gegangen. „Jetzt möchte ich gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Ich kann zwar nicht die Welt retten, aber wenn ein Mädchen durch unsere Hilfe eine gescheite Ausbildung erhält und einen vernünftigen Lebensweg beschreitet, bin ich glücklich“. Für nächstes Frühjahr planen die Frauen ein wohltätiges Golfturnier.