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Corona an BordWas Autoschmuck über uns verrät

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Atemmaske immer griffbereit

Köln – Als Autofahrer hat man zahlreiche Mittel, um mit seinen Mitmenschen zu kommunizieren. Man kann an der roten Ampel mit dem Gaspedal spielen, lahme Enten aus dem Weg hupen (Feinsinnige tun’s mit Licht), der Blechbüchse nebenan verschwörerisch zuzwinkern (mit Blinker verstehen wir uns) oder auf die reiche Tradition eindeutiger Gesten zurückgreifen (wer’s etwas persönlicher mag).

Atemmaske statt Fuchsschwanz und Duftbaum

Über die Jahrzehnte hinweg hat sich rund ums Auto eine Zeichensprache entwickelt, die sich wie jede Kulturtechnik ständig wandelt und Moden unterliegt. Beinahe ausgestorben sind etwa die einst so beliebten Autoaufkleber, die manches Autoheck zur Pinnwand für die Lebensphilosophie des Fahrers machten. Während ein schlichtes „D“ einer rüden Kommunikationsverweigerung gleichkam, war ein „Baby an Bord“-Sticker schon eine Einladung, am Leben des anderen teilzunehmen.

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Tiefere Einblicke in Zuhause und Seele des Fahrers liefert nur der Schmuck, mit man es sich in der eigenen Fahrgastzelle gemütlich macht. Frei nach dem Motto: Sage mir, was von deinem Rückspiegel baumelt, und ich sage dir, wer du bist. Hier waren Babyschuhe und Duftbäume sehr beliebt und der Fuchsschwanz ein stolzer Ausdruck von Klassenzugehörigkeit. Mittlerweile hat die Corona-Pandemie auch am Autorückspiegel ihre Spuren hinterlassen: Hier hängen jetzt, stets griffbereit, die Atemmasken, die man außerhalb der vierrädrigen Schutzzone derzeit eben braucht. So verständigen wir uns im Straßenverkehr darüber, dass wir uns wenigstens an diese Regel halten wollen.