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Dürre in der ÄgäisDiese beliebten Urlaubsinseln kämpfen 2026 gegen die Wasserkrise

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Blick auf die weiß getünchte Siedlung Chora mit den Windmühlen und der Burg Querini auf der griechischen Insel Astypalea unter strahlend blauem Himmel.

Blick auf die weiß getünchte Siedlung Chora mit den Windmühlen und der Burg Querini auf der griechischen Insel Astypalea unter strahlend blauem Himmel. (Symbolbild)

Wegen extremer Trockenheit wird auf sieben griechischen Inseln der Ausnahmezustand ausgerufen. Die Wasserversorgung gerät massiv unter Druck.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters sowie das griechische Portal „libre.gr“ berichten, gerät die Wasserversorgung auf mehreren beliebten Urlaubsinseln in Griechenland mitten in der Hochsaison zunehmend unter Druck.

Wegen extremer Trockenheit, ausbleibender Niederschläge und des stark gestiegenen Wasserverbrauchs durch den Sommertourismus haben die Behörden für insgesamt sieben Inseln einen Ausnahmezustand im Bereich des Katastrophenschutzes ausgerufen. Betroffen sind die Ägäis-Inseln Tinos, Alonissos, Astypalea, Karpathos, Leros, Patmos sowie Symi.

Auf Astypalea verschärft sich die Lage

Besonders angespannt ist die Situation auf Astypalea. Die Insel verzeichnete in den vergangenen Monaten außergewöhnlich geringe Regenmengen. Bürgermeister Nikos Komineas erklärte laut Reuters, dass auf der Insel im gesamten Jahr bislang nur rund 25 Millimeter Niederschlag gefallen seien. Zum Vergleich: Auf Rhodos wurden im selben Zeitraum nach seinen Angaben etwa 650 Millimeter gemessen.

Das zentrale künstliche Speicherbecken der Insel, das die wichtigsten Orte mit Wasser versorgt, ist derzeit nur noch zu rund einem Sechstel gefüllt. Bei gleichbleibendem Verbrauch könnte der Vorrat nach aktuellen Berechnungen nur noch für wenige Monate reichen.

Landwirtschaft betroffen – Maßnahmen für die Wasserversorgung

Um die Versorgung der Bevölkerung und der Urlauber sicherzustellen, wurden verschiedene Maßnahmen eingeleitet. Die Bewässerung von Feldfrüchten mit Wasser aus öffentlichen Reservoirs wurde vorübergehend eingeschränkt. Einige Landwirte versuchen nach Berichten lokaler Medien, ihre Kulturen mit brackigem Brunnenwasser zu retten. Dies kann jedoch die Erträge und die Qualität der Ernten beeinträchtigen.

Auch Hotels appellieren verstärkt an ihre Gäste, Wasser zu sparen. Nach Angaben von Branchenvertretern werden unter anderem Handtücher teilweise seltener gewechselt und Reinigungsabläufe angepasst.

Trockenheit könnte häufiger auftreten

Die Einstufung als Notlage erleichtert den Kommunen bestimmte Verwaltungsverfahren und ermöglicht schnellere Maßnahmen. Die griechische Regierung kündigte nach Medienberichten zudem rund 15 Millionen Euro für Maßnahmen gegen die Wasserknappheit an. Das Geld soll unter anderem für mobile Entsalzungsanlagen, neue Brunnen und die Reparatur von Versorgungsnetzen eingesetzt werden.

Wissenschaftler weisen seit Jahren darauf hin, dass der Mittelmeerraum besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen ist. Längere Trockenperioden und zunehmender Wasserstress könnten in der Region künftig häufiger auftreten und die Versorgung vor allem in den Sommermonaten weiter erschweren. (jag)