Ein mehrere Kilometer breiter Erdrutsch bedroht die sizilianische Stadt Niscemi. Nun zog der Bürgermeister Konsequenzen.
Erdrutsch in ItalienHäuser stürzen in tiefen Krater – Bewohner auf der Flucht

In der Kleinstadt Niscemi mussten etwa 1.000 Einwohner aufgrund der Gefahr durch Erdrutsche ihre Häuser verlassen.
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Dramatische Lage auf Sizilien: Nach einem gewaltigen Erdrutsch im Süden der italienischen Insel wurden mehr als 1.000 Menschen evakuiert. Drohnen überwachen die Situation an der Erdrutschfront, um Schlimmeres zu verhindern. Auf knapp vier Kilometer erstreckt sich der Erdrusch durch das Gemeindegebiet, Klippen klaffen rund 55 Meter in die Tiefe.
In der Kleinstadt Niscemi war am Sonntag infolge heftiger Regenfälle ein Hang auf einer Länge von vier Kilometern abgerutscht. Mehrere Häuser gerieten laut Behördenangaben vom Montag (26. Januar) bedrohlich nahe an die Abbruchkante. Spektakuläre Videos zeigen das Ausmaß der Zerstörung aus der Luft.
Erdruscht auf Sizilien: Viele Häuser stürzen in den Abgrund
Der italienische Zivilschutz ließ alle Bewohner im Umkreis von vier Kilometern evakuieren. Todesfälle oder Verletzte wurden bislang nicht gemeldet.
Die einzige Zufahrtsstraße zur Stadt Niscemi wurde beschädigt, sodass die Stadt zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten war. Dies berichtet das Nachrichtenportal „News5“.
Stadt Niscemi auf Sizilien zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten
„Die Situation verschlechtert sich, da weitere Abbrüche verzeichnet wurden“, sagte Bürgermeister Massimiliano Conti örtlichen Medien. Videoaufnahmen vom Montag zeigen einen weiteren Hangabbruch, bei dem ein bereits beschädigtes Gebäude an der Abbruchkante zusammenstürzt.
Mehr als 1000 Menschen nach Erdrutsch auf Sizilien evakuiert
Der Bürgermeister von Niscemi ordnete die Schließung der Schulen an und sprach von einem „dramatischen Erdrutsch“ in einer Gegend, die bereits vor 29 Jahren von einem ähnlichen Ereignis betroffen war. Eine darunter liegende Straße wurde durch die Geröllmassen blockiert.
Vergangene Woche wurde die Südküste Siziliens von einem Sturm getroffen, der Küstenstraßen und Wohnhäuser beschädigte. Die heftigen Regenfälle haben vermutlich den Erdrutsch in Niscemi ausgelöst. Der sizilianische Regionalpräsident Renato Schifani schätzte die Kosten der entstandenen Schäden auf 740 Millionen Euro.(mbr/afp)

