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Notruf überlastetMeteorit löst Panik in Deutschland aus – Kachelmann reagiert gereizt

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Ein heller Meteor hat viele Menschen in Deutschland dazu bewogen, den Notruf zu wählen. Für Jörg Kachelmann ein Unding. 

Am Sonntagabend sorgte ein heller Meteorit über Nordrhein-Westfalen für Aufsehen. Viele Zeugen berichteten von einem leuchtenden Feuerball am Himmel, begleitet von einem lauten Knall, der als Überschallknall identifiziert wurde. Das seltene Phänomen führte zu einer Welle von Anrufen bei der Polizei und ausgelösten Notrufen, wodurch die Leitungen überlastet wurden. Alleine in Köln gingen Hunderte Anrufe ein, wie die Polizei bestätigte.

Während das faszinierende Himmelsereignis in den sozialen Medien gefeiert wurde, übte Jörg Kachelmann scharfe Kritik. Der bekannte Meteorologe konnte nur wenig Verständnis für die Menschen aufbringen, die wegen des Meteoriten die Notrufleitungen belegten.

Meteroitensichtung über Deutschland – Notrufeleitungen überlastet

„Wenns gescheppert hat, war es übrigens ein Überschallknall. Bei offensichtlich natürlichen Phänomenen (auch nächtliche Gewitter) ganz wichtig, den deutschen Gepflogenheiten nachzugeben, weil man gesichert davon ausgehen muss, dass Sie der Einzige sind, der das gesehen hat: 1. Polizei anrufen 2. Notruf verstopfen, damit eine halbe Stunde niemand durchkommt. Vielen Dank!“, schrieb der Wahl-Schweizer auf der Plattform X, ehemals Twitter.

Mit spöttischem und ironischem Unterton wirft Kachelmann den Menschen indirekt vor, bei harmlosen, natürlichen Ereignissen panisch zu reagieren und dadurch lebenswichtige Notrufsysteme zu blockieren. Es ist nicht das erste Mal, dass der Wetterexperte derart reagiert.

Notruf nach Meteoritensichtung überlastet – Jörg Kachelmann regt sich auf

Anstatt das kosmische Spektakel zu feiern, kritisiert Kachelmann die Panikmache, welche echte Notfälle behindert. Er hatte bereits bei früheren Ereignissen, wie dem Chelyabinsk-Meteor in Russland im Jahr 2013, darauf hingewiesen, dass solche Phänomene harmlos seien, solange kein Einschlag erfolgt.

In Koblenz beschädigte ein Meteoritenteil ein Hausdach. Bei dem Einschlag am Sonntagabend entstand laut dem Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz ein etwa fußballgroßes Loch. Der Meteoritenteil durchschlug zunächst das Dach und dann das Schlafzimmer des Hauses, wobei glücklicherweise niemand verletzt wurde. (mbr)