Tritte, Kopfstöße, Spuck-Attacken: Zwei Männer drohten mit einer angeblichen Waffe und griffen die Crew an. Sie wurden mit Kabelbindern fixiert.
Panik in Boeing 777Randalierer drohen an Bord mit Waffe – Crew muss eingreifen

Auf einem 14-stündigen Flug von Australien nach Katar ist es zu schweren Zwischenfällen gekommen. (Symbolbild)
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Auf einem 14-stündigen Flug von Australien nach Katar ist es zu schweren Zwischenfällen gekommen. Zwei Männer attackierten laut Medienberichten Besatzungsmitglieder, äußerten massive Drohungen und behaupteten, eine Schusswaffe bei sich zu führen. Das Bordpersonal sah sich gezwungen, die beiden Randalierer mit Kabelbindern an ihren Sitzen zu fixieren. Nach der Landung der Boeing 777-300ER in Doha wurden die Verdächtigen von den dortigen Behörden festgenommen.
Der Flug VA7, ein von Qatar Airways durchgeführter Flug der Virgin Australia, war am Freitagnachmittag gegen 16.00 Uhr Ortszeit in Melbourne gestartet. Australische Medien wie der „Sydney Morning Herald“, „7 News“ und „9 News“ berichteten übereinstimmend über die Vorfälle an Bord.
Eine Augenzeugin schilderte gegenüber dem „Sydney Morning Herald“, dass die beiden Reisenden bereits beim Betreten der Maschine auffällig gewesen seien: „Sie standen immer wieder von ihren Sitzen auf, liefen durch die Kabine, drangen in meinen persönlichen Bereich ein und fassten mein Gepäck an oder verschoben es. Außerdem durchwühlten sie wiederholt ihr eigenes Gepäck und behaupteten, Dinge verloren zu haben.“
Qatar Airways: Eskalation rund sechs Stunden vor der Landung
Rund sechs Stunden vor dem geplanten Landeanflug eskalierte die Situation vollends, als die beiden Männer lautstark in Streit gerieten und handgreiflich wurden. Videoaufnahmen, die von der australischen Moderatorin Jacqui Felgate auf Instagram veröffentlicht wurden, dokumentieren das Eingreifen des Kabinenpersonals.
Ein weiterer Zeuge beschrieb die Lage als beängstigend: „Sehr beängstigend, diese Typen waren völlig aufgebracht und aggressiv. Ein großes Lob an die Flugbegleiter von Qatar Airways – sie waren etwa zehn Stunden lang im Einsatz, und ich habe gesehen, wie einige von ihnen körperlich misshandelt wurden. Sie konnten wirklich nicht viel mehr tun.“
Boeing 777-300ER: Angriffe auf die Besatzung und Festnahme in Doha
Nach Berichten von Augenzeugen spuckten die Randalierer um sich und versetzten Mitarbeitern Kopfstöße. Es seien jeweils bis zu sechs Personen nötig gewesen, um jeden der beiden Männer unter Kontrolle zu bringen. Zudem hätten die Verdächtigen wiederholt damit gedroht, Menschen zu verletzen und zu erschießen. Zeugen sprachen von einem „verstörenden und beschämenden“ Vorfall.
Die Fluggesellschaft Qatar Airways bestätigte den Vorfall in einer Stellungnahme gegenüber dem US-Magazin „People“: „Wir können bestätigen, dass zwei männliche Passagiere am Freitag an Bord des Fluges VA7 von Melbourne nach Doha, der von Qatar Airways durchgeführt wurde, in eine körperliche Auseinandersetzung verwickelt waren.
Beide Passagiere wurden fixiert und bei der Ankunft in Doha an die örtlichen Behörden übergeben. Die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Crew und Passagiere haben stets oberste Priorität.“ Über den weiteren Verbleib der festgenommenen Männer lagen zunächst keine Angaben vor. (jag)
