Knapp eine Woche nach seiner schweren Lungenkrebs-Operation hat Papst Leo XIV. am Sonntag (18. Oktober) erstmals wieder das traditionelle Angelus-Gebet gesprochen. Dabei gab das Oberhaupt der katholischen Kirche auch ein Update zu seinem Gesundheitszustand.
Tausende Menschen auf dem Petersplatz im Vatikan bejubelten den 71-Jährigen, als er sich aus seinem Arbeitszimmer im Apostolischen Palast an die Gläubigen wandte. „Es lebe der Papst!”, riefen sie. Das Angelus ist ein marianisches Gebet, das sonntagmittags gesprochen wird und zu den festen Ritualen des Pontifikats gehört.
Papst Leo zeigt sich nach Lungen-OP
Dass der Papst es nach seiner Operation wieder selbst sprach, wurde als deutliches Zeichen seiner Genesung verstanden. „Ich möchte all jenen danken, die in diesen Tagen für mich gebetet haben”, sagte das Kirchenoberhaupt. „Ich habe eure Unterstützung wirklich gespürt.“
Papst Leo wirkte dabei zuversichtlich. Die „heikle Phase seiner Erkrankung“ sei nun überstanden. Als Nächstes wolle er seine Arbeit schrittweise wieder aufnehmen.
Besonders dankte er dem Team des Gemelli-Krankenhauses in Rom. Dort war ihm am Dienstag ein bösartiger Tumor aus der Lunge entfernt worden. Am Samstag wurde der Papst aus der Klinik entlassen.
Tumor aus Lunge von Papst Leo entfernt
Während des 90-minütigen Eingriffs wurde der Unterlappen des rechten Lungenflügels entfernt, um eine vollständige Entfernung des Tumors sicherzustellen. Die Lunge ist rechts in drei Lappen unterteilt, wobei der Unterlappen der unterste ist.
Laut Vatikan werden nun Untersuchungen durchgeführt, um festzustellen, ob sich Metastasen in anderen Körperteilen gebildet haben. Der Krebs sei jedoch in einem frühen Stadium erkannt worden.
Bis zum 20. Oktober hat Leo alle Audienzen abgesagt. Ob seine für November geplanten Reisen in mehrere südamerikanische Länder stattfinden können, ist bislang offen.
Weltweit wird die weitere Entwicklung seines Gesundheitszustands von Gläubigen und Beobachtern aufmerksam verfolgt. (mbr/afp)

