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Tote Pferde bei Paul SchockemöhleDrei Zuchtstuten gewaltsam getötet – Gestüt setzt Belohnung aus

Auf einer Weide wurden mehrere tragende Stuten verletzt, drei Tiere starben. Die Ermittler bitten um Hinweise.

Stuten und Fohlen in Bewegung auf einer Weide.

Neustadt-Glewe in Mecklenburg-Vorpommern: Mehrere tragende Stuten wurden verletzt, drei Tiere starben. (Symbolbild)

Nahe Neustadt-Glewe in Mecklenburg-Vorpommern sind auf einer Weide mehrere Zuchtstuten verletzt worden, für drei Pferde endeten die Verletzungen tödlich. Polizei und Staatsanwaltschaft haben Ermittlungen aufgenommen, wie der NDR berichtet. Für Hinweise, die zur Festnahme der Täter führen, hat der Betreiber des Gestüts 10.000 Euro Belohnung ausgelobt.

Laut Polizei zogen sich die Vorfälle über mehrere Wochen hin. Zum ersten Mal stieß man Mitte September auf eine tote Stute, sie lag auf einer Weide im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Im Bauchraum des Tieres wurden innere Verletzungen festgestellt.

Etwa zehn Tage danach entdeckten Beschäftigte eine weitere Stute mit Verletzungen. Auch bei diesem Tier zeigten sich Verletzungen sowohl äußerlich als auch im Inneren, es verendete später daran. Am 11. Oktober folgte ein weiterer Fall, auch dabei wurde eine Stute getötet.

Neustadt-Glewe in Mecklenburg-Vorpommern: Sechs Pferde verletzt, drei davon tot

Verletzt wurden insgesamt sechs Pferde, drei überlebten die Angriffe nicht. In den meisten Fällen traf es tragende Zuchtstuten, von denen jede mehrere Zehntausend Euro wert ist. Den ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge kam es zu den Angriffen überwiegend an Wochenenden.

Das Gestüt ist Teil des Unternehmens von Paul Schockemöhle, einem bekannten Pferdezüchter. Weiter berichtet der NDR, dass das Gestüt über Instagram einen Zeugenaufruf in englischer Sprache verbreitet hat. Darin heißt es: „Der Verlust unserer Pferde und ihre Todesumstände haben uns sehr erschüttert.“

10.000 Euro Belohnung für Hinweise auf die Täter

Aus diesem Grund sei es aus Sicht der Verantwortlichen besonders wichtig, die genauen Umstände aufzuklären. Die Kriminalpolizeiinspektion Schwerin und die Staatsanwaltschaft Schwerin ermitteln wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Tierschutzgesetz und wegen Sachbeschädigung. Außerdem werden mehrere Beschäftigte des Gestüts von den Ermittlern befragt.

Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen um Unterstützung. Wer in den zurückliegenden Wochen an den Weiden rund um das Gestüt Lewitz etwas Verdächtiges bemerkt hat, wird gebeten, sich unter 0385/51804801 bei der Polizei Schwerin zu melden. Hinweise nimmt zudem jede Polizeidienststelle entgegen, ebenso die Onlinewache der Polizei. (red)