Gefährlicher Zwischenfall auf dem Frankfurter Flughafen: Am Dienstag (20. Oktober) kam es am größten Flughafen Deutschlands zu einem brenzligen Zwischenfall. Das bestätigte die Deutsche Flugsicherung (DFS).
Ein Airbus A321neo der türkischen Fluggesellschaft Pegasus Airlines (Kennzeichen TC-RDO) versuchte, auf der Startbahn 18 in die entgegengesetzte Richtung plötzlich zu starten. Die Fluglotsen der DFS bemerkten diesen fatalen Fehler jedoch rechtzeitig und stoppten den Vorgang.
Pegasus-Airbus versucht Start in falscher Richtung am Frankfurter Flughafen
Der Flug PC-996 von Frankfurt nach Istanbul-Sabiha Gökçen hatte über den Rollweg S die Bahn 18 erreicht. Die Position lag etwa 1.260 Meter vom Bahnbeginn entfernt. Nach der Startfreigabe für Bahn 18 drehte die Maschine jedoch nach rechts und setzte zum Start in Richtung Norden (Bahn 36) an, also genau entgegengesetzt.
Bei einer Geschwindigkeit von etwa 35 Knoten über Grund brach die Besatzung den Start auf Anweisung der Fluglotsen ab. Der Airbus A321 verließ die Bahn am Rollweg M, etwa 530 Meter nach Beginn des Startlaufs. Es rollte zurück zum Holding Point S und startete rund sieben Minuten später ohne weitere Probleme.
Beinahe-Start in die falsche Richtung: Zwischenfall am Frankfurter Flughafen
Die DFS bestätigte den gefährlichen Vorfall und erklärte, sie habe ihn den zuständigen Behörden gemeldet. Ob und in welchem Umfang die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) eine Untersuchung einleitet, liege in deren Zuständigkeit. Nach bisherigen Informationen kam es zu keinen Verletzungen und es entstanden keine Schäden am Airbus A321 der türkischen Billigfluglinie.
In der Luftfahrt gelten solche Vorfälle, bei denen ein Flugzeug in die falsche Richtung ausgerichtet wird, als sicherheitsrelevant – selbst wenn sie in einem frühen Stadium gestoppt werden. In diesem Fall verhinderten die Flugsicherung und die Crew rechtzeitig eine gefährliche Situation. Weitere Details werden von den Behörden erwartet. (mbr)

