Abo

Antwort-Panne bringt Günther Jauch aus dem Konzept„Das ist ja ungblaublich“

3 min
In der zehnten 3-Millionen-Euro-Woche gibt Günther Jauch den größten Pechvögeln eine zweite Chance. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

In der zehnten 3-Millionen-Euro-Woche gibt Günther Jauch den größten Pechvögeln eine zweite Chance. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Beim Auftakt der „3-Millionen-Euro-Woche“ fühlt sich Günther Jauch von seiner Redaktion boykottiert. Die Panne ereignet sich ausgerechnet beim Auftritt einer Rückkehr-Kandidatin mit traumatischer „Wer wird Millionär?“-Vergangenheit.

Pechvögel gab es einige in der langen Geschichte von „Wer wird Millionär?“. Ein besonders tragischer Fall dürfte den aufmerksamen Fans der RTL-Quizshow noch in lebhafter Erinnerung sein: Tamara Löchel aus Köln setzte im April 2025 ihre gewonnenen 16.000 Euro aufs Spiel, um die 3 Millionen zu gewinnen. Allerdings fiel sie dabei komplett auf null zurück.

„Ich konnte zwei Wochen fast gar nichts machen. Ich habe nur geweint. Ich war nur im Bett“, bekannte sie nun bei ihrer Rückkehr auf den Ratestuhl gegenüber Moderator Günther Jauch. Auf die Pleite als Quiz-Kandidatin folgte auch noch die Trennung von der Partnerin, und die Katze wurde krank. Wie gut, dass der WWM-Jahresauftakt „Losern und tragischen Kandidatinnen und Kandidaten“ gewidmet war. So erhielt Löchel zum Start der „3-Millionen-Euro-Woche“ eine zweite Chance.

Auch diesmal läuft nicht alles glatt. Das liegt aber weniger an der Kölnerin.

Redaktion lässt Jauch auflaufen: „Das ist eine Art von Boykott“

Jauch liest die 300-Euro-Frage vor, doch die Antwortmöglichkeiten erscheinen nicht auf dem Bildschirm. „Ihr habt da oben wohl nichts zu tun?“, blickt er böse Richtung Redaktion. Er ruft: „Hallo?“ Nichts passiert. „Haaallooo?“ Nichts passiert. „Das ist eine Art von Boykott“, schimpft er. „Nach dem Motto: Lass dir selber mal vier Antwortmöglichkeiten einfallen.“

Dann meldet sich die Redaktion mit einer Rüge: Jauch sagte, es ginge um die 200-Euro-Frage, dabei geht es schon um 300 Euro. „Und deswegen boykottieren die die Antwort? Das ist ja unglaublich!“, wettert der Quizmaster mit gespielter Empörung.

Der Telefonjoker rettet die Kandidatin auf die 16.000-Euro-Stufe. Bei der 32.000-Euro-Frage soll der Zusatzjoker raten: Wie viel fehlte Angela Merkel am Ende, um Helmut Kohls Amtszeitrekord zu brechen? A: Elf Monate, B: elf Wochen, C: elf Tage, D: elf Stunden? Der Joker liegt mit C richtig, doch Löchel nimmt lieber das Finalticket und die 16.000 Euro.

„Wer wird Millionär?“-Pechvogel hat wieder kein Glück mit den Jokern

Sven Günther Chalupa aus Berlin verzockte sich im April 2025 ohne jede Joker-Hilfe bei der 16.000-Euro-Frage. Auch diesmal läuft es bis zur 8.000-Euro-Frage holprig. Um nicht wieder auf 500 zurückzufallen, nimmt Chalupa lieber das Geld und verzichtet aufs Finalticket.

Eva Ix aus Grefrath verzockte sich im September 2024 und fiel auf 500 Euro zurück. Mit Joker-Hilfe marschiert sie jetzt bis zur 32.000-Euro-Frage durch, dann soll ihr Mann am Telefon beantworten: Wettkämpfe in welcher Disziplin werden von Frauen im Gegensatz zu Männern zu Musik ausgeführt? Dressurreiten, Eiskunstlauf, Bodenturnen oder Breaking? Die Zeit reicht nicht aus, ohne Absicherung nimmt Grefrath Bodenturnen. Danach will sie ihr Glück nicht weiter herausfordern.

Für Hilleken Zeineddine und Björn Sensche aus dem Publikum kommt die zweite Chance überraschend. Denn sie wussten nicht, dass sie noch mal mitraten dürfen. Beide traten schon einzeln erfolglos an, nun müssen sie entscheiden, wer es noch mal versuchen soll. Nach der Auswahlfrage schafft es Hilleken Zeineddine tatsächlich auf den Stuhl und bis zur 32.000-Euro-Stufe.

Luisa Beuster aus Ribnitz-Damgarten vertraute ebenfalls im April 2025 dem Zusatzjoker und ihrem Telefonjoker statt der eigenen Intuition und fiel dank deren falscher Antwort zurück auf 500 Euro. Auch bei ihrer „Wer wird Millionär?“-Rückkehr sind ihr die Joker keine Hilfe - gleich wird ihr zu einer falschen Antwort geraten. Doch die Kandidatin hat hinzugelernt und steigt bei der 32.000-Euro-Frage richtigerweise aus. (tsch)