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ARD stellt Ende 2026 drei Spartensender ein

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Zum Ende des Jahres stellt ARD die Spartensender Tagesschau24, One und ARD alpha ein. (Bild: Symeonidis Dimitri )

Zum Ende des Jahres stellt ARD die Spartensender Tagesschau24, One und ARD alpha ein. (Bild: Symeonidis Dimitri )

Um die Vorgaben des Reformstaatsvertrags zu erfüllen, stellt ARD die drei Spartenkanäle Tagesschau24, One und ARD alpha ein. Auch das ZDF muss Veränderungen vornehmen.

Der Reformstaatsvertrag verlangt von ARD und ZDF, die Anzahl der linearen TV-Sender zu verringern. Nun haben der ARD-Vorsitzende Florian Hager und der ZDF-Intendant Norbert Himmler im Gespräch mit „DWDL.de“ erklärt, wie die Öffentlich-Rechtlichen das umsetzen: Zum 31. Dezember 2026 verschwinden Tagesschau24, One und ARD alpha aus dem Programm.

Die beiden Spartensender ZDFneo und ZDFinfo werden indes zu den Kanälen neo und info, die in Zukunft von ARD und ZDF gemeinsam betrieben werden, wobei das ZDF federführend bleibt. Neo soll dabei ein „Angebot für junge Erwachsene“ sein, während info zum „linearen Dokumentationskanal“ wird.

Weitere Neuerungen gibt es bei Phoenix: Hier übernimmt künftig der WDR die Verantwortung. „Das Kerngeschäft sind in Zukunft aktuelle Liveberichterstattung über politische und gesellschaftliche Ereignisse, Parlamentsdebatten, Analysen und Hintergrund“, erklärte Hager außerdem eine inhaltliche Schärfung des Senderprofils. Die gemeinsamen Kanäle 3sat, ARTE und KiKa, sowie das Onlineangebot funk sind nicht betroffen.

ARD-Vorsitzender erklärt: Die Zukunft liegt im „digitalen Angebot“

„Die Kanäle haben wir gemeinsam ausgewählt, egal wer sie bisher veranstaltet hat. Drei Marken - phoenix, neo und info - sind jetzt die Basis, die wir gemeinsam ausbauen und neu gestalten“, begründete Himmler die Entscheidung. Obwohl sowohl die ARD als auch das ZDF erfolgreiche Sender verlieren, gibt er sich positiv und verspricht „das Beste aus unseren beiden Welten“. Man wolle die gemeinsame lineare Reichweite „bestmöglich“ nutzen. fügte Hager hinzu und betonte: „Die Zukunft liegt aber klar in noch mehr gemeinsamen starken digitalen Angeboten von ARD und ZDF.“

Wie die Zusammenarbeit künftig aussehen soll, ist noch offen: „Das ist alles andere als trivial, was jetzt auf uns zukommt. Da müssen wir nicht mal über Inhalte, Portfoliostrategien, Programmplanungen und Workflows sprechen, die alle noch erarbeitet werden müssen“, gab Hager zu. (tsch)