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Beste Freundin von „Bergdoktor“-Star Ronja Forcher starb mit 13„Erschreckt einen sehr“

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„Bergdoktor“-Star Ronja Forcher musste schon früh einen schweren Verlust verkraften. (Bild: WDR)

„Bergdoktor“-Star Ronja Forcher musste schon früh einen schweren Verlust verkraften. (Bild: WDR)

Ronja Forcher ist ein positiver Mensch. Die Schauspielerin, die durch die Rolle der Tochter des Bergdoktors bekannt geworden ist, hat durch eine Tragödie viel gelernt. Zum Beispiel, dass sie sich auf ihren bevorstehenden 30. Geburtstag freut.

Ronja Forcher hat vielen Zuschauern schöne und idyllische Momente gebracht. Sie spielt in der Serie „Der Bergdoktor“ die Tochter Lilli. Doch ihr Leben verlief nicht immer idyllisch.

Als ihre Karriere vor 19 „Bergdoktor“-Staffeln begann, war sie noch ein junges Mädchen. Inzwischen ist sie eine gestandene Schauspielerin, die sich auch für die Rechte von Frauen am Theater einsetzt. Doch wirklich bekannt gemacht hat sie die Serie „Der Bergdoktor“. „Es fällt uns unfassbar leicht, eine Idylle zu transportieren, wenn wir am schönsten Ort der Welt arbeiten, und das sind die Berge. Das muss ich als Tirolerin natürlich sagen“, so die Schauspielerin am Freitagabend in der WDR-Talkshow „Kölner Treff“.

Dass sie in diesem Jahr die 20. Staffel der Serie drehen kann, hätte sie nie gedacht. „Wir machen es gerne. Wir lieben unsere Zuschauer und Zuschauerinnen sehr. Da ist es einfach, eine Idylle zu spielen.“ Besonders dankbar ist die Schauspielerin ihrer Oma Heidi, die in diesem Jahr 88 Jahre alt wird. „Sie ist einer der Gründe dafür, dass ich überhaupt dieses Leben führen darf“, erzählt sie.

„Man fühlt sich sehr verunsichert“

Ihre Großmutter habe sie begleitet, als es mit der Schauspielerin losging. Mit fünf Jahren. „Da ging es nach Afrika, in die Karibik. Meine Großmutti hat mit mir diese schöne Zeit, diese stressfreie Zeit mit einem Kind erleben dürfen, was sie mit ihren eigenen Kindern nicht so ganz hatte. Sie hat mir ganz viel mitgegeben.“ Ronja Forchers Eltern hatten nicht so viel Zeit für ihre Tochter. Beide waren selbständig, erzählt die 29-Jährige. „Da arbeitet man den ganzen Tag.“

Auch wenn die Arbeiten am Serienset Spaß machen: Dahinter steckt viel Arbeit. Ronja Forcher musste immer die heile Welt spielen, auch wenn ihr nicht danach war. Zum Beispiel nach dem Tod ihrer besten Freundin, die an einer unheilbaren Krankheit litt. „Wir wussten damals, dass die Sarah irgendwann gehen wird, dass der Tod uns irgendwann trennt. Das war von Anfang an klar, auch ihr und mir. Aber obwohl man versucht, sich jahrelang vorzubereiten auf diesen Abschied, erschreckt es einen dann sehr“, erinnert sich Ronja Forcher.

Als ihre beste Freundin starb, war Ronja Forcher gerade 13 Jahre alt. „Da ist man sehr verwirrt. Man weiß nicht mehr, wer man selber ist. Man fühlt sich sehr verunsichert, sehr missverstanden von Menschen, die einem sehr nahestehen. Aber mein Beruf hat mir dann ganz viel Kraft gegeben, denn die Verpflichtung, diese Arbeit, die ich seit acht Jahren gekannt habe, hat mich ein bisschen gehalten. Da konnte ich mich sehr festhalten.“

„Ich habe diesen Halt von meiner Figur Lilli“

Einen Tag nach dem Tod ihrer Freundin hatte Ronja Forcher einen Drehtermin, erzählt sie. Den habe sie auch wahrgenommen, zur Verwunderung ihrer Eltern. „Ich habe diesen Halt von meiner Figur Lilli gebraucht, für die in diesem Moment alles in Ordnung war. Das war ein großes Geschenk, für einen Tag aus meinem Leben auszusteigen und mich selbst mit meinem Schmerz ein wenig zur Seite zu stellen.“

In einigen Monaten wird sie 30 Jahre alt. Und auf diesen runden Geburtstag freut sie sich. „Durch das Erlebnis mit meiner Freundin weiß ich, was Älterwerden für ein Geschenk ist“, sagt die Schauspielerin. „Ich freue mich. Es ist gerade alles so schön. Ich bin so glücklich mit meinem Mann Felix. Wir haben ein wundervolles Zuhause gefunden, und ich darf tolle Sachen arbeiten. Und dafür bin ich sehr dankbar.“ Wie der 30. Geburtstag ablaufen wird, weiß sie noch nicht. Freunde hätten sie gefragt, ob sie nach Portugal reisen wolle. „Aber ganz ehrlich: Ich bin am liebsten zu Hause. Also: Kommt's alle zu mir!“ (tsch)