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Trauer um RocksängerinBonnie Tyler ist tot

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Bonnie Tyler singt in ein Mikro.

Bonnie Tyler stand seit den 1970er Jahren auf der Bühne. (Archivbild)

Die britische Rocksängerin Bonnie Tyler ist mit 75 Jahren in Portugal gestorben. Berühmt wurde sie durch „Total Eclipse of the Heart“.

Die Musikwelt trauert um Bonnie Tyler: Die britische Rocksängerin ist im Alter von 75 Jahren gestorben. Die mit Welthits wie „Total Eclipse of the Heart“ berühmt gewordene Künstlerin starb nach Angaben ihrer Familie in einem Krankenhaus in Portugal. Anfang Mai war Tyler in Faro an der portugiesischen Algarve-Küste notoperiert worden und hatte anschließend mehrere Wochen im künstlichen Koma gelegen.

Bonnie Tyler: Welterfolge mit „It’s a Heartache“ und „Total Eclipse of the Heart“

Die als Gaynor Hopkins geborene Waliserin nannte sich zu Beginn ihrer Karriere zunächst Sherene Davies, bevor sie für ihren ersten Plattenvertrag den Künstlernamen Bonnie Tyler wählte. Ihre erste Single „My! My! Honeycomb“ verzeichnete keinen Charterfolg, doch mit der Nachfolgesingle „Lost in France“ und dem späteren Welthit „It’s a Heartache“ gelangen ihr große Erfolge.

Bonnie Tyler singt.

Bonnie Tyler nahm in ihrer rund 50-jährigen Karriere 18 Studioalben auf. (Archivbild)

Nach einem Karriereknick Anfang der 1980er-Jahre wechselte Tyler das Management und fand mit dem Songwriter und Produzenten Jim Steinman einen neuen musikalischen Partner. Steinman hatte zuvor mit Meat Loaf Welterfolge gefeiert. Nachdem er von Tylers Demobändern überzeugt war, schrieb er für sie den Song „Total Eclipse of the Heart“, der 1983 erschien und unter anderem Platz eins in Großbritannien und den USA erreichte.

Zusammenarbeit mit Dieter Bohlen brachte Comeback

Es folgten Hits wie „Holding Out for a Hero“ aus dem „Footloose“-Soundtrack sowie die erfolgreichen Alben „Faster Than the Speed of Night“ und „Secret Dreams and Forbidden Fire“. Nach dem mäßigen Erfolg des Albums „Hide Your Heart“, das stärker auf den damaligen US-Rock-Markt ausgerichtet war, wurde es ruhiger um Tyler.

In den frühen 1990er-Jahren arbeitete sie mit Dieter Bohlen zusammen und nahm mit ihm drei Alben auf. Die Zusammenarbeit verhalf ihr zu einem erneuten Comeback mit Hits wie „Bitterblue“ und „Against the Wind“.

Teilnahme am Eurovision Song Contest

Auch danach veröffentlichte Tyler regelmäßig neue Alben und ging auf Tournee, in den vergangenen Jahren unter anderem gemeinsam mit Chris Norman, dem ehemaligen Sänger der Gruppe Smokie. 2013 vertrat sie das Vereinigte Königreich beim Eurovision Song Contest. Ihr Titel „Believe in Me“ konnte sich dort jedoch nicht durchsetzen und belegte im Finale lediglich Platz 19.

Bonnie Tyler posiert.

Bonnie Tyler gelang mit „Lost in France“ der große Durchbruch. (Archivbild)

Zuletzt sorgte ihre Zusammenarbeit mit David Guetta und Hypaton bei der Single „Together“ für Aufmerksamkeit. Für den Titel erhielt Bonnie Tyler Anfang 2026 in Frankreich eine Goldene Schallplatte. 

„Focus Online“ gestand sie 2022, dass sie nur eine Sache bereue: „Ich würde sagen mein Opfer war, dass ich keine Kinder bekam, als ich noch jünger war. Aber ich bin auch ohne eigene Kinder glücklich. Ich habe sechzehn Nichten und Neffen. Und einer meiner Neffen lebt sowieso bei uns. Er lebte bei mir, seit er zwanzig ist. Und heute ist er 58.“

Besonderes Verhältnis zu Deutschland

Tyler kam für Konzerte besonders gerne und regelmäßig nach Deutschland. „Es ist ein wunderschönes Land, ich freue mich immer wieder, dort zu sein. Danke, dass ihr so loyal seid“, sagte die Sängerin im April 2025 im Interview mit dem Regionalradiosender Radio 38.

Auch für 2026 waren weitere Konzerte geplant. Nach ihrer schweren Erkrankung im Mai sagte ihr Team die Termine der Sommertournee ab oder verschob sie, da man zunächst auf eine gesundheitliche Besserung gehofft hatte. Tyler hinterlässt ihren Ehemann Robert Sullivan, mit dem sie seit 1973 verheiratet war.