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Sorge um Pop-IdolBoyzone-Star kaum wiederzuerkennen – Fans in Aufruhr

3 min
Keith Duffy, Ronan Keating und Shane Lynch performen.

So traten Boyzone am Freitag in London auf: Keith Duffy, Ronan Keating und Shane Lynch legten sich ins Zeug, Kollege Mikey Graham zeigte sich kaum.

Sorgenvoll blicken Fans auf Mikey Graham: Bei der Boyzone-Abschiedsshow saß der Sänger fast nur. Im Netz folgen Support und Troll-Kritik.

Bei den Abschiedskonzerten der irischen Pop-Band Boyzone im Londoner Emirates Stadium ist es am vergangenen Wochenende zu emotionalen Szenen gekommen. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand Bandmitglied Mikey Graham, dessen gesundheitlicher Zustand und sein verändertes Erscheinungsbild bei den Zuschauern für großes Aufsehen sorgten.

Der 53-Jährige wirkte laut einem Bericht der „Daily Mail“ sichtlich gezeichnet – eine erhebliche Gewichtszunahme, die der Sänger in der Vergangenheit bereits selbst mit emotionalem Essen in Krisenzeiten begründet hatte. Das veränderte Auftreten des Musikers löste bei den Fans im Stadion und im Netz tiefe Besorgnis aus.

Boyzone: Mikey Graham absolviert Auftritt sitzend

Die verbliebenen Musiker Ronan Keating, Keith Duffy und Shane Lynch eröffneten die Shows der „Two For The Road“-Auftritte zunächst als Trio. Erst verspätet stieß der 53-jährige Graham zur Band. Während seines kurzen Auftritts verblieb er bei drei Liedern sitzend auf der Bühne und erhob sich lediglich für die Zugabe, Ronan Keatings Solo-Titel „Life Is A Rollercoaster“.

Der Auftritt löste in den sozialen Netzwerken eine Welle an Reaktionen aus. Neben abwertenden Kommentaren von Online-Trollen über das Aussehen des Sängers formierte sich schnell eine große Gegenbewegung von Unterstützern. Zahlreiche Fans verteidigten Graham gegen die Anfeindungen, äußerten tiefe Besorgnis und lobten seinen Mut, trotz offensichtlicher persönlicher Herausforderungen auf die Bühne zurückzukehren.

Pop-Idol wollte eigentlich nicht mehr Auftreten

Hintergrund der Sorgen sind Grahams eigene Aussagen aus der im Jahr 2025 erschienenen Dokumentation „Boyzone: No Matter What“. Darin hatte der Musiker offen über langjährige Kämpfe mit Depressionen, Alkoholproblemen und Gewichtsschwankungen während seiner Zeit im Rampenlicht gesprochen.

Graham hatte in dem Film betont, aus Selbstschutz und um eine Rückkehr von Frustration und Depressionen zu vermeiden, nicht mehr mit der Band auftreten zu wollen. Dass er nun dennoch für die finalen Konzerte zusagte, sehen viele Anhänger als großen persönlichen Kraftakt.

Gegründet im Jahr 1993 von Musikmanager Louis Walsh, avancierte die irische Formation Boyzone zu einer der erfolgreichsten Popbands der 1990er-Jahre. Mit Welthits wie „Words“ oder „No Matter What“ feierte die Band internationale Erfolge und sicherte sich allein in Großbritannien sechs Nummer-eins-Singles.

Nach einer mehrjährigen Trennung ab dem Jahr 2000 folgten Solo-Versuche der Bandmitglieder, doch im Gegensatz zu Ronan Keatings anhaltenden Erfolgen floppte Grahams einziges Solo-Album „Meet Me Halfway“ im Jahr 2001.

Sechs Jahre später gaben die Musiker ihr gemeinsames Comeback bekannt, das jedoch nur zwei Jahre später vom plötzlichen Tod des Bandmitglieds Stephen Gately überschattet wurde. Als Quartett setzten die verbliebenen Mitglieder ihre Karriere fort, bis sie im Jahr 2026 mit ihren letzten Konzerten den endgültigen Abschied von der Bühne besiegelten.