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„Ein Soldat und Humanitär“?Trump faltet Prinz Harry nach Ukraine-Appell zusammen – Seitenhieb gegen Meghan

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Prinz Harry und Donald Trump Collage

Nach der Rede von Prinz Harry in der Ukraine reagierte US-Präsident Donald Trump empfindlich.

Kritik aus dem Weißen Haus: Nach seiner Ukraine-Rede sorgt Prinz Harry für Verstimmung bei US-Präsident Donald Trump.

Es war ein Auftritt, der die ohnehin angespannten transatlantischen Beziehungen zusätzlich auf die Probe gestellt hat: Am Donnerstag, 23. April 2026, reiste Prinz Harry (41) überraschend und unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen mit dem Nachtzug nach Kiew, um beim Kyiv Security Forum eine Rede zu halten, die im Weißen Haus für Verstimmung sorgte.

Prinz Harry: „Ein Soldat und Humanitär“

Vor versammelten Staatsgästen und Militärvertretern gab sich der Herzog von Sussex emotional. Er betonte, nicht als Repräsentant der Krone zu sprechen, sondern als „Soldat und Humanitär“. Doch seine Worte waren rein politisch: Harry mahnte die Weltgemeinschaft zur Geschlossenheit und richtete einen fast schon verzweifelten Appell an die Supermacht USA.

Ohne den Namen des US-Präsidenten auszusprechen, erinnerte Harry an die historische Verantwortung Washingtons. Er verwies auf das Budapester Memorandum und forderte, dass die USA ihre „vertraglichen Verpflichtungen ehren“ müssten. In Kiew wurde die Rede mit stehenden Ovationen aufgenommen, in Washington hingegen mit eisiger Wut.

Die Antwort aus dem Oval Office – Grüße für Herzogin Meghan

Die Reaktion von Donald Trump ließ nicht lange auf sich warten. In einer kurzfristig anberaumten Presserunde im Weißen Haus schlug der US-Präsident gewohnt direkt und mit einer ordentlichen Portion Sarkasmus zurück.

US-Präsident Donald Trump spricht im Oval Office im Weißen Haus.

US-Präsident Donald Trump lässt Grüße an Herzogin Meghan übermitteln.

„Eines weiß ich sicher: Prinz Harry spricht nicht für das Vereinigte Königreich“, stellte Trump klar und fügte mit einem süffisanten Lächeln hinzu: „Ich denke, ich spreche mehr für das Vereinigte Königreich als er.“ Auf Nachfragen der Journalisten zu Harrys Kritik reagierte Trump ausweichend, aber bissig: „Wie geht es ihm eigentlich? Und wie geht es seiner Frau? Bitte richten Sie ihr meine herzlichen Grüße aus.“

Besuch von König Charles steht bevor

Trump stellte zudem unmissverständlich klar, dass er Harry als Privatperson ohne jegliches politisches Mandat betrachte. Er freue sich stattdessen auf den für Ende April 2026 geplanten Staatsbesuch von König Charles III. – ein deutlicher Hinweis darauf, wen er als den einzig legitimen Gesprächspartner der Briten ansieht.

Der Zeitpunkt von Harrys Vorstoß könnte kaum brisanter sein. Während in den USA heftig über die Fortführung der Militärhilfen für die Ukraine gestritten wird, gilt Harrys Einmischung als direkter Affront gegen die Trump-Administration.

Besonders bemerkenswert: Durch seine Wortwahl bringt der Prinz seinen Vater, König Charles III., in eine schwierige Lage. Wenn der Monarch nächste Woche in Washington landet, wird er die Wogen glätten müssen, die sein jüngerer Sohn in der ukrainischen Hauptstadt aufgewühlt hat. Ob Harrys Besuch über die Schlagzeilen hinaus konkrete Folgen für die Hilfe vor Ort hat – etwa bei den von ihm besuchten Minenräumprojekten –, bleibt abzuwarten.