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„Die Angst nehmen“„DSDS“-Kandidat leidet an seltener Krebserkrankung im Endstadium

Jan Wächter erreichte 2018 die Top 50. Nun macht er seine schwere Erkrankung im Endstadium öffentlich und kämpft mit Zuversicht dagegen an.

Jan Wächter liegt im Bett.

Jan Wächter meldet sich aus dem Krankenhaus.

Während bekannte Persönlichkeiten wie Patrice Aminati öffentlich Einblicke in ihren schweren Kampf gegen den Krebs geben, hat nun auch der ehemalige „DSDS“-Teilnehmer Jan Wächter eine Krebsdiagnose im Endstadium öffentlich gemacht. Der 37-jährige Musiker und selbstständige Social-Media-Manager kämpft gegen ein fortgeschrittenes Nebennierenkarzinom.

Die gesundheitlichen Probleme begannen nach Angaben des Betroffenen im Jahr 2025 mit starken Rückenschmerzen und Herzstechen. Nach mehreren Untersuchungen sei ein Nebennierenkarzinom festgestellt worden, das bereits fast so groß wie ein Handball gewesen sei. Laut eigener Schilderung folgte unmittelbar ein mehrstündiger operativer Eingriff zur Entfernung des Tumors.

Jan Wächter: Diagnose nach starken Schmerzen und Operation

Eine zunächst eingeleitete Tablettentherapie schlug gut an, weshalb der Musiker zeitweise als krebsfrei galt. Im Juli 2026 folgte jedoch ein schwerer Rückschlag. Wie Berichte belegen, wurden Metastasen in der Leber diagnostiziert.

Der Künstler befindet sich mittlerweile in Betreuung an der Uniklinik Heidelberg, wo Mediziner die weiteren Behandlungsschritte prüfen. Nebennierenkrebs gilt als extrem selten; in Deutschland erkranken daran durchschnittlich rund 100 Menschen pro Jahr. Aufgrund der geringen Erforschung ist eine vollständige Heilung ungewiss.

Offener Umgang mit der Krankheit und finanzielle Belastung

Die Erkrankung hat gravierende Auswirkungen auf den beruflichen Alltag des 37-Jährigen. Da er als Social-Media-Manager tätig ist, musste er sämtliche Aufträge absagen, um sich vollständig auf seine Genesung zu konzentrieren.

Der Lebensunterhalt wird nach eigenen Angaben derzeit über Krankentagegeld bestritten. Um zusätzliche Kosten zu decken, setzt der ehemalige „DSDS“-Teilnehmer verstärkt auf die Veröffentlichung seiner Musik im Internet.

Trotz der Diagnose im Endstadium blickt der Musiker der Situation gefasst entgegen. Er betonte, dass seine Seele noch nicht bereit sei zu sterben und er die Erkrankung als Chance begreife, seinen Horizont zu erweitern.

In den sozialen Medien richtet sich Jan Wächter mit deutlichen Worten an die Öffentlichkeit, um Aufklärungsarbeit zu leisten. „Mein Wunsch ist es, allen die Angst vor diesem bösen Wort Krebs zu nehmen“, erklärte er. Zwar werde ihm das vermutlich nicht gelingen, da die Lage fast immer ernst sei, aber drüber zu reden und Begriffe deutlich zu machen nehme „doch wenigstens ein bisschen Angst vor dem Unbekannten“.

Ehemaliger „Deutschland sucht den Superstar“-Kandidat: Jan Wächter will Mut machen

Er wolle aufklären, Mut machen und aus dem Tabuthema etwas Normales machen, „damit sich niemand schämen muss, für das, was man da durchmachen muss“.

Dabei stören ihn bestimmte Formulierungen ganz besonders. „Ein Wort, welches ich völlig hart finde ist gestreut“, so der Musiker. „Es klingt für mich wie eine Splitterbombe. Das ist es aber nicht.“ Zudem bekräftigte er: „Und wieder bin ich der Meinung: Jeder Krebs ist so individuell, wie die Person, die ihn hat.“ Zum Abschied richtete er mit den Worten „Hab euch lieb“ Grüße an seine Community.

Bekannt geworden war der Musiker durch seine Teilnahme an der 15. Staffel der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ im Jahr 2018. Damals schaffte er es beim Jury-Casting mit seinem Plüschtier-Glücksbringer „Hasi“ in den Deutschland-Recall. Für den anschließenden Auslands-Recall reichte es am Ende knapp nicht, sodass seine DSDS-Reise in der Top-50-Runde endete. (jag)