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ESC 2026Sarah Engels begeistert beim Empfang im Flammenkleid

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Sarah Engels beim großen Empfang für alle Teilnehmerländer.

Sarah Engels beim großen Empfang für alle Teilnehmerländer.

Sarah Engels tritt für Deutschland beim ESC an. Beim großen Empfang in Wien sorgte sie mit einem spektakukären Kleid für Aufsehen.

Wenn am kommenden Samstag das Finale des 70. „Eurovision Song Contest“ in der Wiener Stadthalle über die Bühne geht, ruhen die deutschen Hoffnungen auf einer Kölnerin: Sarah Engels. Doch bereits am Sonntagabend setzte die 33-Jährige bei der offiziellen Eröffnungszeremonie, dem „Grand Opening“ am Rathausplatz, ein deutliches Ausrufezeichen – sowohl modisch als auch inhaltlich.

Hommage an die „Hungerspiele“

In einer skulpturalen, tiefroten Robe aus fließenden Stoffbahnen schritt Engels über den türkisfarbenen Teppich und zog die Blicke der internationalen Presse auf sich. Das Kleid war dabei weit mehr als nur ein modisches Statement.

Sarah Engels beim ESC-Empfang in Wien.

Sarah Engels beim ESC-Empfang in Wien.

Wie die Sängerin im Interview mit den österreichischen Gastgebern erläuterte, diente eine bekannte Filmfigur als Inspiration: „Wir haben uns an Katniss Everdeen aus ‚The Hunger Games‘ orientiert – das Mädchen, das in Flammen steht“, so Engels. Eine bewusste Wahl, passend zu ihrem ESC-Beitrag „Fire“.

Kofferproblem auf dem Weg nach Wien

Sarah Engels beim ESC-Empfang in Wien.

Sarah Engels beim ESC-Empfang in Wien.

Dass die Kölnerin überhaupt in diesem Outfit glänzen konnte, glich einem kleinen logistischen Wunder. Während der Anreise war ihr Gepäck zeitweise unauffindbar. „Mein Koffer ist zwischenzeitlich in Griechenland gelandet“, verriet Engels gut gelaunt. Erst kurz vor den ersten offiziellen Terminen in Wien tauchten die Kostüme wieder auf, was im Team der deutschen Delegation für sichtbare Erleichterung sorgte.

Schlagfertigkeit gegen Netz-Hass

Neben der optischen Inszenierung thematisierten die offiziellen ESC-Kommentatoren auch die Persönlichkeit der Sängerin. Besonders gewürdigt wurde ihr offensiver Umgang mit Anfeindungen in den sozialen Medien. Engels ist dafür bekannt, Hasskommentare nicht unbeantwortet zu lassen, sondern sie in musikalische Form zu gießen und so ins Lächerliche zu ziehen.

Sarah Engels beim ESC-Empfang in Wien.

Sarah Engels beim ESC-Empfang in Wien.

Diese Schlagfertigkeit wird in der ESC-Community als starkes Signal gegen Cybermobbing wahrgenommen und unterstreicht die Reife, mit der die Künstlerin heute im Rampenlicht steht.

Engels, die Deutschland mit dem Song „Fire“ vertritt, bringt eine für den Wettbewerb beachtliche digitale Präsenz mit. Die Veranstalter verzeichneten bereits im Vorfeld der Eröffnung Rekordzugriffe auf den digitalen Kanälen, was Beobachter direkt auf die Mobilisierungskraft der Kölnerin zurückführen.

Als Vertreterin eines der „Big Five“-Länder ist Sarah Engels bereits für das Finale am 16. Mai 2026 qualifiziert. Nach dem ersten Eindruck am Wiener Rathausplatz steht fest: Deutschland schickt in diesem Jahr eine Künstlerin ins Rennen, die bereit ist, die Bühne – im übertragenen Sinne – in Brand zu setzen.