Derzeit gastiert das Musical „Phantom der Oper“ noch in Wien. Bis Februar 2028 wird es im Musical Dome zu sehen sein.
Nach „Moulin Rouge“Weltbekanntes Musical „Phantom der Oper“ kommt erstmals nach Köln

Szene aus dem Musical Phantom der Oper: Das ist ab November 2026 in Köln zu sehen.
Copyright: Alastair Muir, UK Tour
Düstere Romantik und prunkvolle Ästhetik gibt es demnächst im Musical Dome zu sehen: Der Klassiker „Phantom der Oper“ kommt erstmals nach Köln und wird ab dem 5. November gezeigt, offizielle Premiere ist am 15. November. Das teilte das Unternehmen ATG Entertainment mit. Damit löst es die seit 2022 laufende Produktion „Moulin Rouge“ ab. Am 18. Juli findet die letzte Vorstellung statt, bevor das Erfolgsmusical weiter nach Hamburg zieht.
Die Neuinszenierung von Produzent Cameron Mackintoshs aus dem Jahr 2012 ist erstmals überhaupt in Deutschland zu sehen. Bisher tourte es durch Großbritannien, war in den USA und in Australien zu sehen und macht derzeit noch in Wien Halt. Das Original-Musical von Andrew Lloyd Webber wurde im Jahr 1986 in London uraufgeführt und hat Welthits wie „Die Musik der Nacht“ und „Denk an mich“ hervorgebracht. „Ich hätte mir nie träumen lassen, dass sich diese Inszenierung 15 Jahre später als ebenso erfolgreich erweisen würde wie das brillante Original“, sagt Mackintosh.
Phantom der Oper: Ikonische Bühnenbild-Elemente
Das Bühnenbild ist an die Originalinszenierung angelehnt: Zentrale Elemente sind ein opulenter Kronleuchter und die Treppe, deren Symbolik zentral für die Handlung ist.
Wir befinden uns in der Pariser Oper im 19. Jahrhundert: Ein entstellter, genialer Musiker – das Phantom – lebt in den Katakomben unter der Oper. Angezogen von ihrem gesanglichen Talent, verliebt er sich in die junge Sängerin Christine Daaé, die er heimlich als Gesangslehrer fördert. Als Christine sich jedoch in ihren Jugendfreund Raoul verliebt, eskaliert die Situation dramatisch.

Eine berühmte Szene aus dem Erfolgsmusical „Phantom der Oper“: der Maskenball.
Copyright: UK Tour
Im Liebesdreieck prallen Eifersucht, Hingabe und Leidenschaft aufeinander. Auf der Treppe der Pariser Oper etwa spielen sich zentrale Szenen ab. Oben steht für die glitzernde, edle Welt der Oper, für Ruhm und Licht und Normalität. Im Reich des Phantoms – der Unterwelt – ist es dunkel und einsam, hier bricht sich die Obsession des Phantoms Bahn.
Musical Dome: Umbau auch für „Das Phantom der Oper“
Wie aufwendig die Umbauarbeiten des Musical Domes sein werden, kann eine ATG-Sprecherin auf Anfrage nicht sagen. Nur so viel, dass sie nicht so umfassend ausfallen dürften wie für Moulin Rouge. Fast ein halbes Jahr lang wurde das Theater hierfür umgebaut. Die Kosten beliefen sich auf vier Millionen, ATG investierte insgesamt 20 Millionen Euro in die Produktion von Moulin Rouge. Weit über 1000 Shows fanden statt und rund 1,5 Millionen Menschen sahen das Musical.
Webber ließ sich für das „Phantom der Oper“ vom Roman von Gaston Leroux „Le Fantôme de L’Opéra“ aus dem Jahr 1910 inspirieren. Laut ATG Entertainment besuchten das Musical seit seiner Uraufführung vor 40 Jahren über 160 Millionen Menschen in mehr als 200 Städten. Am Broadway in New York war es 35 Jahre lang auf dem Programm.
Neues Musical-Theater in Deutz für 2028 geplant
In Köln soll es bis Februar 2028 gezeigt werden. Die vergleichsweise kurze Dauer von nicht einmal anderthalb Jahren erklärt sich damit, dass der Musical Dome, Kölns Dauerprovisorium, dann dem Ausbau des Kölner Hauptbahnhofs weichen muss. ATG mit Sitz in Köln plant derzeit ein Musical-Theater am Staatenhaus in Deutz. Ob dieses rechtzeitig fertig wird, ist derzeit nicht abzusehen. Auch nicht, ob das „Phantom der Oper“ dort dann fortgesetzt wird.
Ursprünglich sollte der Baustart für das neue Theater im Januar erfolgen. Anfang des Jahres stellte sich jedoch heraus, dass noch keine Baugenehmigung vorlag (wir berichteten). Eine musicallose Zeit solle möglichst verhindert werden, daran habe auch die Stadt Köln ein Interesse, hieß es von ATG dazu. „Der Musicalstandort Köln ist fest etabliert. Hieran auch in 2028 lückenlos anzuschließen, muss unser gemeinsames Ziel sein“, so die Sprecherin.
Tickets sind ab sofort über www.phantom-der-oper.de und an ausgewählten Vorverkaufsstellen verfügbar und sind ab 59,99 EUR erhältlich.

