Schuldspruch in den USA: Ex-„American Idol“-Kandidat Caleb Flynn wurde wegen Mordes an seiner Ehefrau verurteilt. Seine Affäre verriet ihn.
Durch Kopfschuss getötetEx-„American Idol“-Teilnehmer wegen Mordes an seiner Ehefrau verurteilt

Ein Geschworenengericht im US-Bundesstaat Ohio hat den früheren Teilnehmer der Castingshow „American Idol“, Caleb Flynn, des Mordes an seiner Ehefrau Ashley schuldig gesprochen. (Symbolbild)
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Ein Geschworenengericht im US-Bundesstaat Ohio hat den früheren Teilnehmer der Castingshow „American Idol“, Caleb Flynn, des Mordes an seiner Ehefrau Ashley schuldig gesprochen.
Nach nur zweistündiger Beratung befanden die Geschworenen am Dienstag (29. September) den 40-Jährigen unter anderem des schweren Mordes, des schweren tätlichen Angriffs sowie der Manipulation von Beweismitteln für schuldig, wie das US-Magazin „People“ berichtet.
Flynn, der als Musiker und Pastor in einer Kirchengemeinde tätig war, brach bei der Urteilsverkündung im Gerichtssaal in Tränen aus und schüttelte ungläubig den Kopf.
Caleb Flynn soll Frau im Schlaf erschossen haben
Die Tat ereignete sich am frühen Morgen des 16. Februars 2026 kurz vor 2.00 Uhr im Haus der Familie in Tipp City. Die 37-jährige Ashley Flynn lag schlafend im Bett, als sie durch einen Kopfschuss getötet wurde. Im Zimmer nebenan schliefen zu diesem Zeitpunkt die beiden gemeinsamen Töchter im Alter von neun und elf Jahren.
Caleb Flynn und seine Ehefrau Ashley (Mitte)
Flynn hatte der Polizei nach der Tat zunächst panisch berichtet, ein Unbekannter sei in das Wohnhaus eingebrochen und habe seine Ehefrau erschossen. Nur wenige Tage später klickten für ihn die Handschellen.
Schockierende Chatprotokolle überführen den Täter
Im Verlauf des rund einwöchigen Prozesses rückte vor allem die Affäre des Angeklagten mit einer 24-jährigen Kollegin aus derselben Kirchengemeinde in den Fokus. Die Geliebte sagte vor Gericht aus und musste Passagen aus über 100.000 Kurznachrichten vorlesen, die sich die beiden während ihrer fast zweijährigen Liaison geschickt hatten.
Die Protokolle zeichneten ein düsteres Bild: Beide hatten darin immer wieder offen den Wunsch geäußert, Ashley Flynn aus dem Weg zu räumen oder tot zu sehen.
Zudem setzte die junge Frau Flynn in den Monaten vor der Tat wiederholt unter Druck, seine Frau endlich zu verlassen. Der Angeklagte schrieb in den Nachrichten unter anderem, er denke obsessiv über Möglichkeiten nach, seine Ehefrau zu töten. Vorübergehend kündigte er sogar ein 40-tägiges Fasten an, um göttliche Führung bei der Entscheidung zu suchen.
Wenige Stunden vor den tödlichen Schüssen schickte Flynn eine verhängnisvolle Nachricht: „Ich wähle dich. Ich bin frei. Taten folgen morgen, am 16. Februar, ein Tag, den ich nie vergessen werde.“ In den Unterhaltungen verunglimpften die beiden das spätere Opfer zudem regelmäßig mit wüsten Beschimpfungen.
Große Anteilnahme nach Tod von engagierter Mutter und Trainerin
Das Opfer hinterlässt zwei Töchter und eine fassungslose Gemeinschaft. Ashley Flynn war nicht nur Mutter, sondern auch als Volleyballtrainerin aktiv und im Ort äußerst geschätzt. In einem nach der Tat eingerichteten Spendenaufruf hieß es über sie: „Ihr Lachen war ansteckend, sie hat Menschen stets ermutigt und aus tiefstem Herzen geliebt.“
Caleb Flynn, der in der zwölften Staffel der US-Ausgabe von „American Idol“ (dem amerikanischen Pendant zu „Deutschland sucht den Superstar“) einen Auftritt hatte, hatte vor Gericht auf nicht schuldig plädiert. Seine Behauptung eines nächtlichen Raubüberfalls fiel nach Vorlage der digitalen Beweise jedoch in sich zusammen. (jag)
