Abo

Guido Maria Kretschmer hatte als Kind „schon mal auch FDP-Aufkleber drauf“

2 min
Guido Maria Kretschmer kam bereits früh mit Politik in Kontakt. (Bild: 2019 Getty Images for MBFW/Matthias Nareyek)

Guido Maria Kretschmer kam bereits früh mit Politik in Kontakt. (Bild: 2019 Getty Images for MBFW/Matthias Nareyek)

Er sei in einer „sehr, sehr politischen“ Familie aufgewachsen, erzählt Guido Maria Kretschmer im Podcast „Missverstehen Sie mich richtig“. Wie der „Shopping Queen“-Star erklärt, hat er den umstrittenen FDP-Politiker Jürgen Möllemann sogar persönlich gekannt.

„Wurde bei Ihnen in der Familie auch über Politik gesprochen?“, will Gregor Gysi von Guido Maria Kretschmer wissen. Im Podcast „Missverstehen Sie mich richtig“ verrät der Modedesigner dem Linken-Politiker: „Ich bin natürlich ein bisschen Möllemann-sozialisiert - weil mein Vater hat zusammen mit Möllemann im Gesangsverein gesungen.“

So sei es unter anderem vorgekommen, dass Kretschmer beim Martinssingen auch bei der Familie des umstrittenen FDP-Politikers Jürgen Möllemann zu Gast war. Dort habe es - anders als bei dem Brauch üblich - „keine Süßigkeiten“ gegeben, sondern „fünf Mark und einen Aufkleber“. Der „Shopping Queen“-Star erinnert sich: „Ich hatte als Kind schon mal auch FDP-Aufkleber drauf.“

Doch damit nicht genug. So habe Möllemann „immer gesagt: 'Der Guido, der ist gemacht für die Politik'.“ Kretschmer erzählt: „Dann wollte der immer, dass ich zu den Jungen Liberalen gehe.“ Ihn persönlich hätten jedoch weder der Jugendverband noch die Partei selbst angesprochen: „Da dachte ich immer: Ach, die knepeln da rum bei fünf Prozent. Das ist auch der falsche Weg.“

„Dann hat mein Bruder mich gesehen in der 'Tagesschau'“

Grundsätzlich sei seine Familie „sehr, sehr politisch“ gewesen, schildert der 61-Jährige. „Hatten alle eine Meinung.“ So sei sein Vater beispielsweise „durch und durch Pazifist“ gewesen. Auch Guido Maria Kretschmer selbst habe sich in seiner Jugend schließlich engagiert - allerdings nicht innerhalb einer Partei.

„Ich war auf jeden Fall dagegen“, erklärt der TV-Star etwa in Bezug auf Atomkraftwerke. „Ich wollte das auf jeden Fall nicht.“ Lachend erzählt er: „Dann habe ich meinen Eltern gesagt, ich fahre am Wochenende zu einer christlichen Gruppe. Wir sind aber nach Brokdorf und Kalkar zur Demonstration.“ Dabei sei er „ziemlich weit vorne“ gewesen. „Und dann hat mein Bruder mich gesehen in der 'Tagesschau': 'Guck mal, da vorne ist Guido'“, erinnert sich Kretschmer. „Da haben sie gesagt 'radikale Jugendliche' - und ich stand da so.“ (tsch)