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Vorfall bei TerminKönig Charles mit Vorwürfen zu Ex-Prinz Andrew konfrontiert

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König Charles III. trifft sich während seines Besuchs des 700 Jahre alten mittelalterlichen Herrenhauses Samlesbury Hall in der Nähe von Preston mit Treuhändern und Freiwilligen in der Großen Halle.

König Charles III. wurde nicht nur mit Jubel in Preston empfangen.

Bei einem Termin wurde der britische Monarch mit Fragen zu seinem Bruder Andrew und dessen Vergangenheit konfrontiert.

Ein öffentlicher Auftritt von König Charles im Nordwesten von England nahm eine unerwartete Wendung. Am Vormittag des 9. Februar 2026 ereignete sich in Clitheroe ein Zwischenfall. Unmittelbar nach seiner Ankunft am Bahnhof wurde der 77-jährige Monarch mit der Vergangenheit seiner Familie konfrontiert. Darüber berichtet unter anderem das Magazin „People“.

Zwischenrufe konfrontieren König mit Epstein-Affäre

Als Charles die Anwesenden begrüßte und Hände schüttelte, rief ein Mann ihm lautstark eine Frage zu. Er wollte wissen: „Charles! Wie lange hast du schon von Andrew und Epstein gewusst?“

Die Frage bezog sich auf den anhaltenden Skandal um seinen Bruder Andrew Mountbatten-Windsor und dessen Verbindungen zu Jeffrey Epstein, einem verurteilten Sexualstraftäter. Innerhalb von sieben Tagen war dies bereits das zweite Mal, dass Charles bei einem öffentlichen Termin mit den Vorwürfen gegen seinen Bruder konfrontiert wurde.

Anwesende reagieren mit Pfiffen und Buhrufen

Der britische König Charles III. im Gespräch mit einem Landwirt auf dem Viehmarkt Clitheroe Auction Mart im Norden Englands.

Der britische König Charles III. im Gespräch mit einem Landwirt auf dem Viehmarkt Clitheroe Auction Mart im Norden Englands.

Die umstehenden Menschen reagierten umgehend auf den Zwischenruf. Es folgten laute Pfiffe und Buhrufe in Richtung des Mannes. Um die Situation zu überspielen, sangen einige der Anwesenden die Nationalhymne „God Save the King“. Charles selbst zeigte keine sichtbare Reaktion auf den Vorfall und setzte seinen Termin fort.

Prinz William und Prinzessin Kate äußern sich besorgt

William und Kate, die Prinz und Prinzessin von Wales, betrachten Exponate aus der königlichen Sammlung im Green Drawing Room von Schloss Windsor.

William und Kate, die Prinz und Prinzessin von Wales, brechen ihr Schweigen. (Archivbild)

Die Situation gewinnt an Brisanz, da nur wenige Stunden zuvor eine Mitteilung aus dem Palast veröffentlicht wurde. Ein Sprecher von Prinz William und Prinzessin Kate erklärte, das Paar sei angesichts der neuen Enthüllungen im Fall Epstein „zutiefst besorgt“. Diese Äußerung wird als Distanzierung von Andrew Mountbatten-Windsor gewertet, wobei die Perspektive der Opfer in den Vordergrund gerückt wird.

In Lancashire gab es jedoch auch einen heiteren Moment. Ein Mädchen namens Ruby, das eine lokale Grundschule besucht, fragte den König nach seiner Schuhgröße. Der Monarch reagierte schmunzelnd und antwortete lachend: „Ich weiß es nicht.“ Die Szene sorgte für Gelächter bei den Anwesenden und lockerte die ansonsten formelle Atmosphäre spürbar auf. (jag)