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Nach Skandal-AussageKönig Harald plötzlich ins Krankenhaus eingeliefert

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König Harald V. von Norwegen

König Harald wurde ins Krankenhaus eingeliefert. (Archivbild)

Sorgen um König Harald – und Tränen im Prozess gegen Marius: Das norwegische Königshaus steht gleich doppelt im Fokus.

Während in Oslo der Prozess gegen Marius Borg Høiby weiterläuft, sorgt parallel eine weitere Nachricht aus dem norwegischen Königshaus für Aufsehen: Harald V. ist nach einer Infektion und Dehydrierung während eines Aufenthalts auf Teneriffa ins Krankenhaus eingeliefert worden. Laut Hof befindet er sich in stabilem Zustand.

König Harald V. soll stabil sein

Die Erkrankung des Monarchen fällt zeitlich mit einem besonders emotionalen Prozesstag zusammen. Am Mittwoch hatte Marius’ Ex-Partnerin Nora Haukland vor Gericht ausgesagt. Sie schilderte unter anderem, sie habe Mette-Marit und Haakon um Hilfe gebeten, weil sie sich in der Beziehung überfordert und nicht geschützt gefühlt habe.

Laut Medienberichten, die ihre Aussage als skandalös einordnen, sagte sie wörtlich: „Ihr müsst ihm helfen, seht ihr nicht, dass er Hilfe braucht?“ Sie habe das Kronprinzenpaar demnach mehrfach gebeten, Marius in eine Entzugsklinik zu bringen. Das Gericht muss nun bewerten, wie diese Aussagen einzuordnen sind.

Marius Borg Høiby bricht vor Gericht in Tränen aus

Diese Aussagen führten am folgenden Verhandlungstag zu einer emotionalen Reaktion Høibys im Zeugenstand. Er widersprach der Darstellung deutlich und verteidigte das Kronprinzenpaar unter Tränen.

Marius Borg Høiby Zeichnung

Marius Borg Høiby muss sich vor Gericht unter anderem wegen Vergewaltigung verantworten.

Damit steht das norwegische Königshaus gleich doppelt unter Druck: gesundheitliche Sorgen um den König – und ein aufsehenerregender Strafprozess, der immer wieder direkte Bezüge zur Familie herstellt.

König Harald auf Geburtstagsporträt: Thronfolge im Mittelpunkt

Für Schlagzeilen sorgte vorab auch ein bemerkenswertes Porträtfoto zum 89. Geburtstag von König Harald, wie unter anderem das US-Magazin „People“ berichtet.

Anstelle eines traditionellen Einzelporträts ist der Monarch zusammen mit Kronprinz Haakon und Prinzessin Ingrid Alexandra abgebildet. Diese Darstellung vermittelt laut dem Magazin eine klare Botschaft von Kontinuität, Thronfolge und Stabilität. In einer Zeit, in der die königliche Familie erheblichem Druck ausgesetzt ist, wird damit ein deutliches Zeichen gesetzt.

Mette-Marit und Marius nicht abgebildet – Zufall oder Absicht?

Nach Angaben des Palastes wurde das Foto bereits im Winter anlässlich des Geburtstags von Prinzessin Ingrid Alexandra aufgenommen. Auffallend ist jedoch die Abwesenheit von Kronprinzessin Mette-Marit. Marius Borg Høiby, ihr Sohn, ist ebenfalls nicht abgebildet. Gegen beide richten sich aktuell schwere Vorwürfe.

Mette-Marit ist nach der Publikation neuer Dokumente im Fall Epstein wieder in die Schlagzeilen geraten. In Oslo steht Marius wegen diverser Anklagepunkte, zu denen auch Vergewaltigungsvorwürfe gehören, vor Gericht. Das Verfahren ist im Gange.

Epstein-Akten: Öffentlicher Druck auf die Königsfamilie

Das US-Justizministerium hat Ende Januar Millionen weiterer Seiten zu Jeffrey Epstein freigegeben. Die norwegische Zeitung „VG“ berichtet, dass Mette-Marit darin häufig genannt wird. Anfang Februar bat sie öffentlich um Entschuldigung für ihre einstige Bekanntschaft mit dem als Sexualstraftäter verurteilten Mann.

In einer offiziellen Mitteilung des Königshauses äußerte sie ihr „tiefes Bedauern“ und gestand ein, die Familie in eine komplizierte Situation gebracht zu haben. (jag)